Ohne Bargeld einkaufen

So geht kontaktloses Bezahlen

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Ob im Supermarkt oder Restaurant: Viele bezahlen mittlerweile nur noch mit EC- oder Kreditkarte, meiden Bargeld. Es geht schnell, ist praktisch und bietet in Corona-Zeiten zusätzlichen Schutz vor möglichen Infektionen. Doch wie sicher ist das bargeldlose beziehungsweise kontaktlose Bezahlen? Wo lauern Gefahren und wie kann ich mich schützen?

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Bezahlen einfach per Handy?

Kontaktlos bezahlen geht schnell und einfach: Nötig ist eine Geldkarte mit entsprechend eingebauter Technologie. Die wird in Supermarkt oder Restaurant einfach ans Kartenlesegerät gehalten und die für die Transaktion nötigen Daten werden automatisch ausgelesen. Ob die eigene Geldkarte fürs kontaktlose Bezahlen geeignet ist, zeigt ein kleines Wellensymbol. Bis zu einer Summe von 50 Euro braucht es für diese Art der Bezahlung dann auch keine PIN-Eingabe.

Dieses Symbol zeigt: Kontaktloses Bezahlen mit dieser EC-Karte möglich. (Foto: SWR)
Dieses Symbol zeigt: Kontaktloses Bezahlen mit dieser EC-Karte möglich.

Auch Google, Apple und Co. mischen mit

Wer ein Smartphone besitzt, kann vom selben technischen Prinzip profitieren. Dazu ist die passende App des eigenen Bankinstituts samt persönlicher Registrierung nötig. Beim Bezahlen wird das Handy dann ans Kartenlesegerät gehalten und übermittelt die nötigen Daten. Aber auch Bezahldienste wie Google Pay, Paypal oder Apple Pay funktionieren kontaktlos.

Egal ob mit Karte oder Handy: Die Technologie dahinter ist immer dieselbe und trägt die Abkürzung NFC - "Nahfeld-Kommunikation“. Auf EC- und Kreditkarten ist dieser NFC-Chip physisch eingebaut. Im Handy digital hinterlegt.

Auch einige Supermärkte bieten eigene Bezahl-Apps an. Verbraucherschützer mahnen bei diesem Angebot aber zur Vorsicht. Denn grundsätzlich gilt: Die eigenen Daten sollten nicht breit gestreut, sondern aus Sicherheitsgründen nur bei einigen wenigen Bezahldiensten hinterlegt werden.

Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet Sicherheit

Solange die Karte oder das Handy nicht entwendet wird, kann mit beiden recht sicher bezahlt werden. Zusätzliche Sicherheit bietet beim Bezahlen mit dem Handy außerdem die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Eine zusätzliche PIN-Eingabe beim Bezahlvorgang soll das Risiko von Datendiebstahl verkleinern. Auch der Fingerabdruck-Scan, der bei Verlust des Handys schwer knacken ist, bietet auf vielen Geräten zusätzliche Sicherheit. Manche Handys bieten eine sogenannte Iris-Erkennung. Hier scannt das Handy das Auge und der Nutzer wird so zweifelsfrei identifiziert. Erst dann wird das Handy entsperrt und freigegeben.

Datenklau: Geldkarten unbedingt schon im Portemonnaie schützen

Ein Risiko der NFC-Technologie: Mithilfe eines Kartenlesegeräts können persönliche Daten auch von Fremden abgegriffen werden – durch unbemerkten Nahkontakt, beispielsweise im Einkaufszentrum auf der Rolltreppe oder in Warteschlangen. Schutz vor dieser Art des illegalen Datenklaus bieten spezielle Schutzhüllen, in denen die Geldkarten aufbewahrt werden sollten. Außerdem gilt grundsätzlich: Regelmäßig Kontodaten überprüfen!  

Wer US-amerikanische Bezahldienste wie Google Pay oder Paypal nutzt, sollte sich außerdem der Tatsache bewusst sein, dass seine Daten größtenteils über Server im Ausland laufen. In den USA, wo Unternehmen wie Google oder Appel ihren Hauptsitz haben, gelten - im Vergleich zu Deutschland - laxere Datenschutzvorschriften. Die Daten mit den Informationen zu den eigenen Einkaufsvorlieben landen auf US-amerikanischen Servern und Verbraucher können in der Regel keinen Einfluss mehr darauf nehmen, was mit ihren Daten passiert.  

Diese Bezahlmethoden gelten im Netz als sicher

Wer im Internet einkauft, sollte Waren auf Rechnung kaufen, d.h. man erhält die Ware und zahlt im Anschluss. Das sei, so Verbraucherschützer, die sicherste Methode, auch wenn sie von Onlinehändlern selten angeboten wird.  Im Lastschriftverfahren kann Geld auch Wochen später relativ einfach zurückgebucht werden. Dies gilt ebenfalls fürs Bezahlen mit der Kreditkarte. Hier sind die Hürden für Rückabwicklungen meist aber höher als beim Lastschriftverfahren.

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