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Ohne Chemie gegen Schädlinge, Krankheiten und Unkraut im Garten - das geht wunderbar! Biologische Hausmittel helfen gegen Läuse aller Art, weiße Fliege, Schnecken und mehr.

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So funktioniert die Unkrautbeseitigung

Unkraut kann man nach dem Regen gut mit der Hand herausreißen oder man beseitigt es mechanisch.

  • Schuffel und Unkrautdisc sind Messer, die das Unkraut an der Erdoberfläche abschneiden. Das geht schnell und leicht. Außerdem schärfen sich die Messer auf Kies und Sandwegen von selbst.
  • Für das Unkraut im Beet eignen sich Hacken. Der Vorteil von handgeschmiedeten Geräten liegt darin, dass sie jahrzehntelang halten.
  • Unkrautbrenner oder Abflämmer sind keine umweltfreundlichen Geräte! Durch das Feuer werden Lebewesen am Boden oder am Wegrand getötet, wie etwa Ameisen, Käfer, Würmer, Reptilien und Amphibien.

Damit gelingt die biologische Schädlingsabwehr

Kaffeesatz in einer Stempelkanne - mit dem Aufguss daraus werden Blattläuse bekämpft (Foto: SWR)
Kaffee schmeckt Gartenplagen gar nicht!

Blattläuse und Weiße Fliege wird man los, wenn man sie mit Kaffeesud bespritzt. Dazu den Kaffeesatz mit Wasser verdünnen und mehrmals in der Woche die befallenen Pflanzen besprühen. Bei starkem Befall kann man auch unverdünnten schwarzen Kaffee nehmen. Die Tiere mögen das Koffein nicht und verschwinden.

Ansonsten lohnt es sich, Singvögel wie etwa Meisen, durch das Aufhängen von Nistkästen zu fördern.

Aber auch andere Nützlinge wie zum Beispiel Marienkäfer und Florfliegen helfen bei der Schädlingsbekämpfung. Sie vertilgen mehrere hundert Blattläuse am Tag.

Gegen Fraß-Insekten hilft ein feinmaschiges Netz, das über die Beete gespannt wird.

Wühlmäuse richten unterirdisch große Schäden an. Sie fressen Knollen und Wurzeln. So kann sogar ein Obstbaum langsam eingehen. Dagegen helfen Knoblauch und Holunderblätter, die man mehrmals in die Mauselöcher steckt.

Nacktschnecke kriecht durch einen Salatkopf (Foto: SWR)
Der beste Fressfeind des Gemüsegärtners: die gemeine Nacktschnecke.

Schnecken mögen keine trockenen oder scharfen Böden. Sie können darauf nicht rutschen oder verletzen sich. Deshalb hilft es, rund um das Salatbeet einen Streifen mit Sand oder Sägespänen anzulegen, so bleiben die schleimigen Kriechtiere vom Gemüse fern.

Diese Pflanzenkrankheiten lassen sich chemiefrei behandeln

Pilzkrankheiten wie der Sternrußtau verschwinden mithilfe von Zwiebeln. 150 Gramm auf 2 Liter kochendes Wasser geben und eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach den erkalteten Zwiebelsud mehrmals in der Woche auf die befallenen Blätter spritzen.

Mehltau auf Blättern und Knospen kriegt man mit Vollmilch in den Griff. Dazu frische 3,8-prozentige Milch aufbringen. Sie legt sich wie ein Schutzfilm über die Blätter und verhindert, dass der Pilz sich ausbreitet.

Die Kräuselkrankheit der Blätter bei Pfirsichen oder Mandeln kann man mit Knoblauch oder Meerrettich reduzieren. Den Meerrettich unter den Baum pflanzen und die Knoblauchzehen in die Erde stecken, am besten vor dem Austrieb.

Fazit

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