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Die Corona-Pandemie hat der Fahrradbranche ordentlich Auftrieb verpasst. Radfahren als Freizeitvergnügen ist noch beliebter geworden. Und in den Zeiten der Kontaktminimierung wird das Fahrrad häufiger als Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln genutzt. Die Konsequenz: Lieferengpässe und lange Wartezeiten in Fahrradwerkstätten.

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So gelingt ein schneller Frühjahrs-Check

  • Rahmen-Check

Zurücktreten und das Fahrrad einmal komplett im Ganzen betrachten: Ist der Rahmen schief und verbogen? Etwa gerissen? Das kommt häufiger vor, als man denkt. Kleine Haarrisse an den Schweißnähten können schnell größer werden. Daher: Schweißnähte mit dem Finger nachstreichen und auf Risse überprüfen.

  • Wurf-Test

Mit dem Ohr kommt man beim Fahrrad erstaunlich weit, wissen Fahrrad-Profis. Daher: Das Rad an Lenker und Sattel greifen und aus etwa zehn Zentimeter Höhe auf den Boden fallen lassen. Genau hinhören:

  • Scheppern lose Schrauben?
  • Gibt es irgendwelche anderen ungewöhnlichen Geräusche?

Schon kleine lose Schrauben am Rad können zu gefährlichen Situationen führen: Lose Schraube am Gepäckträger - Schraube weg - Gepäckträger in den Speichen. Daher: Lose Schrauben immer sofort festziehen und fehlende Elemente zügig ersetzen.

  • Licht-Kontrolle

Grundsätzlich gilt bei 90 Prozent aller Fahrräder: Leuchtet das Vorder- und Rücklicht nicht, sollte der Stecker beziehungsweise sollten die beiden Stecker seitlich vom Nabendynamo am Vorderrad kontrolliert werden.

Leuchtet nur ein Licht nicht, sind vielleicht die Kabel nicht richtig verbunden. Also Kabel und Stecker checken. Moderne Fahrräder haben LED-Leuchten und häufig anspruchsvolle Lichtanlagen. Die sollte besser ein Fachmann reparieren.

  • Bremsen im Sicherheits-Check

Zuallererst kontrollieren:

  • Wie ist die Bremsleistung?
  • Sind scharrende oder knarzende Geräusche hörbar?

Dann: Bremsbeläge checken. Bei Seilzugbremsen liegen sie seitlich an den Felgen am Vorder- und Hinterrad: längliche schwarze Barren aus Hartgummi. Ein intakter Bremsbelag zeigt noch genug Profil.

Scheibenbremsen, vor allem bei Mountainbikes und E-Bikes, sitzen mittig im Rad. Auch hier lässt sich der Bremsbelag erkennen, wenn auch nicht ganz so leicht: Von oben ins System schauen. Die Bremsbeläge an den Scheibenbremsen sind in der Regel kleine Rechtecke mit einer Dicke von wenigen Millimetern. Mindestens ein Millimeter Bremsbelag sollte noch vorhanden sein.

Wer sich hier unsicher ist: unbedingt zum Fachhändler. Denn: Intakte Bremsen sind lebenswichtig!

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  • Mantel-Check

Beim Reifen gilt: Noch genug Profil vorhanden?

Ein Fahrradmantel kann auch schon mal rissig und spröde werden. Durch leichten Druck auf den Reifen erkennen Sie etwaige kleine Risse und defekte Stellen schnell.

Außerdem wichtig: die Reflektoren. Moderne Fahrräder haben in der Regel Reflexstreifen, silberfarbene Streifen, kreisförmig am Mantel angebracht. Fehlen diese Streifen, braucht das Rad laut Vorschrift andere Reflektoren. Katzenaugen beispielsweise sind preisgünstig und einfach zu installieren.

  • Luftdruck und Co.

Die meisten Fahrräder haben nicht genug Druck im Reifen, weiß der Profi.

In der Regel benötigen Fahrradreifen zwischen vier und sechs bar. Ob der Reifen ausreichend aufgepumpt ist, erkennt eine Pumpe mit Manometer - also mit Druckmesser. Die gibt es ab 30 Euro im Handel.

Ein Luft-Check allein mit dem Daumen und Zeigefinger funktioniert leider nicht, denn der Fahrradmantel ist zu fest, als das ein möglicherweise zu schlaffer Schlauch hinter dem Mantel erkannt werden könnte.

  • Lohnende Pflege - gutes Kettenöl

Regelmäßige Pflege braucht auch die Fahrradkette. Spezielles Öl pflegt und macht die Kette geschmeidig. Gutes Kettenöl hat die Konsistenz von Honig. Es kostet im Handel ab fünf Euro pro Flasche. Der Umwelt zuliebe sollten Radfahrer außerdem darauf achten, dass das Öl umweltverträglich abbaubar ist.

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  • Werkzeug für zuhause

Freizeit-Radler brauchen keine Unmengen an Werkzeug, um sich schnell selbst zu helfen.

In der Regel genügt ein Set an Imbusschlüsseln verschiedener Größen, Kettenöl und ein Set Reifenheber aus Plastik. Kosten: um die fünf Euro. Die kommen im Fall eines Platten zum Einsatz und helfen, den Mantel von der Felge zu bekommen.

Schraubenzieher sind in Zeiten von Alu- und Carbonfelgen laut Profi tabu. Denn: Sie zerstören mehr, als das sie helfen.

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