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Der Frühling wird auch in diesem Jahr sehnsüchtig erwartet. Winterlinge und Schneeglöckchen kündigen die ersten sonnigen Tage an und vor allem Gartenbesitzer juckt es in den Fingern: Endlich wieder nach draußen, den Garten frühlingsfit machen. Was jetzt zu tun ist.

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Rosen und Stauden schneiden

Jetzt sollten trockene Blätter und Stiele von Stauden und Rosen entfernt werden, damit der neue Austrieb nicht mit abgeschnitten wird. Die Stauden komplett und die Rosen auf etwa drei bis fünf Augen am Stiel herunterschneiden. Auch die mediterranen Kräuter bekommen jetzt einen Formschnitt. Lavendel, Thymian, Salbei und Rosmarin können auf die Hälfte zurückgeschnitten werden. Bei Salbei und Rosmarin darauf achten, dass man nicht ins Holz schneidet, sonst sterben die Zweige an diesen Stellen ab. Die Strauch-, Kletter- und Hochstammrosen sollte man jetzt stutzen. Rambler- und Wildrosen braucht man nicht zurückschneiden, wenn die Triebe nicht stören.

Frühjahrsblüher vermehren und pflanzen

Schneeglöckchen und Krokusse kann man jetzt vermehren: Vorsichtig ausgraben und die Erde etwas entfernen. Den Wurzelballen mit den Zwiebeln auseinanderziehen, sodass etwa Tuffs von fünf bis sieben Zwiebeln entstehen.

Garten von Anne Rahn Blumenbeet (Foto: SWR)
  • Wer keinen Garten hat, kann die Blumenzwiebeln in einen Topf setzen.
  • Hier darauf achten, dass das Wasser abfließen kann, denn Zwiebeln mögen keine Staunässe.
  • Deshalb muss auch der Boden im Garten locker sein. Ist er zu fest, kann man etwas Sand hinzugeben.
  • Die Zwiebeln sollte man doppelt so tief in die Erde pflanzen, wie die Zwiebeln groß sind.
  • Schneeglöckchen und Krokusse wachsen am liebsten unter Bäumen an einem halbschattigen Ort.
  • Nach der Blüte nichts abschneiden, denn die verwelkenden Blätter und Blüten dienen der Zwiebel als Nährstoffquelle.
Garten von Anne Rahn - Terasse im Grünen  (Foto: SWR)
Jetzt ist die Zeit, den Garten für den Sommer vorzubereiten. Um dann entspannt eine blühende Oase zu genießen.

So vermehren Sie Rosen

Einen frischen Rosentrieb von 30 Zentimetern an beiden Enden vor den Augen abschneiden und dann etwa 20 Zentimeter tief in die Erde stecken. Damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt, am besten ein Glas darüberstülpen und erst nach den Eisheiligen entfernen.

Bei hohen Temperaturen das Glas öfter abnehmen, damit der Trieb nicht verbrennt. Der Austrieb gelingt am besten, wenn der Rosenzweig direkt nach der Blüte geschnitten wird.

Auch der Nutzgarten braucht Aufmerksamkeit

Wer noch Kompost hat, kann diesen jetzt auf die Gemüsebeete ausbringen und einarbeiten. Nicht bei Möhren, die mögen eher nährstoffarmen Boden. Am besten legt man drei Komposter an.

  1. Einen für frische Garten- und grüne Küchenabfälle.
  2. Einen, bei dem die Abfälle zersetzt werden und einen, der fertigen Humus enthält.
Garten von Anne Rahn - Gemüsebeet (Foto: SWR)

Ist der Abfall zu trocken, sollte man ihn öfter etwas wässern. So wird der Verrottungsprozess beschleunigt. Außerdem den frischen Kompost mit fertigem Humus "impfen". So gelangen die Mikroorganismen in den frischen Abfall, was den Prozess auch beschleunigt.

Jetzt Gemüsesamen ausbringen

Jetzt können die ersten Gemüsesamen gesät werden. Tipp: Karotten-, Dill- und Radieschen-Samen vermischen und in einer Rille in circa ein bis zwei Zentimetern ausbringen. Dahinter Erbsen und Puffbohnen ausbringen. Etwa fünf bis sieben Bohnen in ein Loch. Als Kletterhilfe dienen kleine Zweige. Dazwischen können die ersten Steckzwiebeln gesetzt werden.

Hochbeet und Frühblüher: Was man im März im Garten tun sollte

In ihrem wilden Garten von Waltraud und Olaf Möhrke aus Tengen im Hegau gibt es jetzt im März schon einiges zu tun. Gut, dass Landesschau-Gartenexperte Helmut Tränkle vorbeigeschaut hat, um den Möhrkes Tipps zu geben. Tipps, die auch für andere Gärtner nützlich sind. Unter anderem geht es darum, was man beim Bepflanzen des Hochbeets beachten muss.  mehr...

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