Am besten bewusst genießen

Bitterschokolade liegt im Trend

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In Maßen genossen, macht sie richtig glücklich: Schokolade. Einen besonderen Genuss bietet Bitterschokolade - von feinherb bis zartbitter.

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Schwarz, feinherb, edel- oder zartbitter - die Attribute zeigen schon: hier geht’s nicht einfach nur um Schokolade. Die Bitterschokolade hat in den vergangenen Jahren einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht, was die Beliebtheit angeht.

Inzwischen empfehlen sie sogar Ärzte. Denn Bitterschokolade hat einen klaren Vorteil gegenüber der Vollmilchschokolade: Sie hat, je nach Kakaoanteil, weniger Zucker. Der Kalorien- und Fettgehalt ist zwar sogar höher als in der Vollmilchschokolade. Aber Kakao ist eine Art Superfood. In der Kakaobohne stecken viele Sekundärstoffe wie Flavonoide, die dem Herz-Kreislauf guttun.

Im Supermarkt hat der Verbraucher die Auswahl zwischen 50 bis 99 Prozentigem Kakaoanteil.

Das macht eine gute Bitterschokolade aus

Stiftung Warentest hat 24 Bitterschokoladen getestet. Das Ergebnis: 13 schnitten gut ab. Hachez und Lindt sind die Gewinner. Aber auch die günstige Discount-Marke von Aldi liegt vorne.

Verschiedene Tafeln Bitterschokolade liegen nebeneinander (Foto: SWR)
Chili-Note, Orangengesschmack oder Karamell - stetig wachsende Vielfalt in den Süßwarenregalen.

Sechs der Getesteten Produkte waren mit Cadmium belastet. Laut Verbraucherschützern ist dieses Schwermetall in den üblichen Schokoladenmengen konsumiert, nicht gesundheitsbedenklich.

Trotzdem: Spätestens im nächsten Jahr will die EU Grenzwerte für Cadmium in Lebensmitteln festlegen.

Für den Verbraucher gilt, Kakao aus lateinamerikanischen Böden ist cadmiumhaltiger als etwa der aus afrikanischen Ländern. Das hängt mit der besonderen Bodenbeschaffenheit zusammen, die sind dort stark vulkanhaltig.

Bio-Bitterschokolade - eine bittere Nachricht - hat höhere Cadmiumwerte als konventionelle.

Das sind die Geschmacksrichtungen

Chili-Note, Orangengesschmack oder Karamell, in den vergangenen Jahren ist die Vielfalt in den Süßwarenregalen stetig angewachsen. Bitter ist eben nicht gleich bitter.

Man kann sogar die Herkunft schmecken: Lateinamerikanische Kakaobohnen haben eine Tabak-Note, weil dort viel Tabak angebaut wird, afrikanische schmecken eher fruchtig.

Der ultimative Geschmackstest geht genauso wie bei Vollmilchschokolade.  Die Bitterschokolade sollte beim Biss ordentlich knacken, nicht ranzig schmecken, und keine einen weißen Schleier auf der Oberfläche haben.

Darauf sollte man beim Kauf achten

Ein Fairtrade-Siegel wäre wünschenswert. Denn nach wie vor können viele Bauern in den meist armen Anbaugebieten nicht vom Verkauf leben. Auch Kinderarbeit ist ein großes Problem.

Ein Fairtrade-Siegel auf der Schokoladenpackung verspricht bessere Arbeits- und Einkommensbedingungen. (Foto: SWR)
Das Fairtrade-Siegel auf der Schokoladenpackung verspricht faire Arbeits- und Einkommensbedingungen

Inzwischen gibt es aber im Supermarkt eine Menge an Fairtrade-Schokolade, auch bei Discountern.

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