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Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren - die Vielfalt einheimischer Beeren ist immens. Aber es gibt manches zu beachten, um sie perfekt zu genießen.

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Daran erkennt man gute Beeren

Beerenobst reift nicht nach. Eine Ausnahme ist die Stachelbeere. Wer Himbeeren und Co. in bestem Aroma genießen möchte, sollte beim Einkauf und Selberpflücken also auf reife Beeren achten. Ernten Sie Beeren am besten am Morgen. Da haben die Beeren ihr volles Aroma.

  • Die Brombeere hat einen satten Glanz und gibt auf Druck leicht nach. Dann ist sie perfekt. Wer selber pflückt, muss wissen: Brombeeren sollten noch zwei bis drei, besser vier Tage am Strauch hängen, nachdem sie sich dunkel gefärbt haben. Erst dann stehen sie in vollem Saft.
  • Bei der Johannisbeere sind auch die Stiele Gradmesser für die Reife und Frische: Grün und elastisch sollten sie sein.
  • Die reife Himbeere gleitet ganz leicht vom Zapfen. Und dann am besten: Gleich rein in den Mund!
  • Ein dunkler Stielansatz zeigt dem hungrigen Pflücker: Jetzt ist die Heidelbeere reif. Beeren vom Stiel abdrehen.
  • Stachelbeeren können auch in halbreifem Zustand geerntet werden. Sie reifen nach. Bei den meisten Sorten gilt: Umso weicher Schale und Fruchtfleisch, umso reifer. Während der Reife entwickelt die Stachelbeere ihre charakteristische Farbe – je nach Sorte rot, grün oder gelb.

So viel Gesundes steckt in den kleinen Sommerfrüchten

Aprikosen am Baum (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Schon 200 Gramm Aprikosen decken unseren täglichen Bedarf an Betacarotin. Darüber hinaus bieten Aprikosen Mineralstoffe wie Eisen und Kalzium sowie Folsäure. Aprikosen sind reif, wenn sich der Kern leicht vom Fruchtfleisch löst. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Brombeeren sind kleine Vitaminbomben, enthalten viel Betacarotin und Vitamin C. Vitamin E wirkt als Zellschutz. Wertvoll sind auch die enthaltenen Vitamine aus der B-Gruppe, denn sie sind an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt. Der Gehalt an Mineralien ist ebenfalls hoch. Dank ihres Ballaststoffanteils können Brombeeren die Verdauung anregen. Für die blauschwarze Farbe sind Anthocyane verantwortlich, das sind entzündungshemmende sekundäre Pflanzenstoffe. Wenn sich die Früchte leicht von den Ästen lösen lassen, können sie geerntet werden. Triebe, die einmal Frucht getragen haben, sterben danach ab. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Ballaststoffe haben Himbeeren mehr als doppelt so viel wie Erdbeeren, dafür nur halb so viel Vitamin C. Sie enthalten außerdem nennenswerte Mengen von Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Mangan. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Obwohl wilde Waldheidelbeeren mehr gesunde Inhaltsstoffe enthalten und intensiver schmecken, gibt es fast nur noch Kulturheidelbeeren zu kaufen. Die bringen mehr Ertrag und lassen sich an gut kniehohen Sträuchern leichter ernten als die Verwandten im Wald. Kulturheidelbeeren sind größer und haben ein festeres und helles Fruchtfleisch. Sie färben Zunge und Zähne nicht blau. Wildheidelbeeren dagegen färben stark und haben mehr interessante Nährstoffe, weil nicht nur ihre Haut dunkellila ist, sondern auch ihr Fruchtfleisch. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Schwarze Johannisbeeren schmecken fast bitter, sind aber, was das Vitamin C betrifft, Spitzenreiter unter den heimischen Früchten (ca. 177 mg Vitamin C pro 100 g). Rote wie schwarze Johannisbeeren sind reich an Kalium, Eisen und Mangan. Bei der schwarzen Johannisbeere sind die Gehalte jedoch deutlich höher. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Stachelbeeren gibt es mit und ohne Haare, eher grün-gelblich oder rötlich. Sie enthalten viel Vitamin C, Kalium und Pektin. Pektin ist gut fürs Gelieren bei der Marmeladenherstellung und nebenbei ein wertvoller Ballaststoff. Grüne Stachelbeeren müssen nicht unreif sein. Denn es gibt Sorten, die auch im reifen Zustand grün sind. Gelbe und rote Stachelbeeren sind aber meist süßer. Reife Beeren sind weich. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen

Darum ist Beerenobst so gesund

  • Pflanzenfarbstoffe: Beeren locken mit intensiven Farben. Strahlend-blaue Heidelbeeren, violette Brombeeren, knallrote Himbeeren: All diese Pflanzenfarbstoffe schützen unseren Körper. Sie unterstützen beispielsweise unser Immunsystem oder bekämpfen Entzündungsprozesse, die in unserem Körper immer wieder ablaufen.
  • Ballaststoffe: Beeren haben viele Ballaststoffe und die sind unverzichtbar für unser Wohlbefinden. Denn Ballaststoffe unterstützen beispielsweise die Darmtätigkeit. Gut für uns, denn der Darm ist unser wichtigstes Immunorgan.

Das muss ich bei Lagerung und Verarbeitung beachten

1. Lagerung

Beerenobst ist im Kühlschrank (Gemüsefach) gut aufgehoben. Ein bis zwei Tage kann das empfindliche Obst hier gut lagern.Aber bitte ungewaschen und nicht abgedeckt, sonst herrscht Schimmel-Gefahr! Erdbeeren sollte man immer mit Kelchblättern, Johannisbeeren am Stiel oder als Traube lagern. Regionale Früchte sind in der Regel unbehandelt. Sie verderben daher meist schneller als Importware.

2. Waschen

Waschen Sie Beeren, vor allem Sensibelchen wie Himbeeren oder Brombeeren, nicht unter fließend Wasser. Ein Wasserbad im Sieb ist den Beeren gerade gut genug.

Ein Trick: Länger haltbar gemacht werden können Beeren durch Essigwasser. Waschen Sie Ihre Beeren kurz in Essigwasser. Das tötet Bakterien auf der Beerenoberfläche ab. Anschließend mit klarem Wasser spülen und vorsichtig trocken tupfen.

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