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Das Podcast-Angebot wächst seit Jahren mit der Nachfrage nach vielfältigen Inhalten. Das Publikum wird immer zahlreicher und verlangt nach mehr.

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Von Krimis über Comedy bis hin zu Wissenschaft: Das Themenangebot von Podcasts ist riesig. Bekanntester Podcast in Zeiten von Corona: das Coronavirus-Update mit dem Virologen Christian Drosten. Darin klärt er über den aktuellen Wissensstand rund um das Virus auf.

Bildschirm mit Christian Drosten, Virologe, links im Bild und Podcast-Hörerin rechts im Bild (Foto: SWR)
Virologe Christian Drosten nutzte das Medium Podcast für tägliche Corona-Updates. Er gewann Aufmerksamkeit für komplexe Sachverhalte, begeisterte Nutzer und gewann etliche Preise.

Das versteht man unter Podcast

Hinter dem Kunstwort "Podcast" stehen zwei Begriffe. Einer bezieht sich auf den beliebten Musikabspieler, den IPOD von Apple, der andere auf den Begriff Broadcast, das heißt Ausstrahlung. Podcast meint also eine Serie von Ausstrahlungen, die man auf einen transportablen Musikabspieler runterladen kann.

Einen Podcast kann man sich dabei wie einen Zug mit vielen Waggons vorstellen. Ein Waggon entspricht einer Podcastfolge, auch Episode genannt. Der ganze Zug mit allen Waggons ist dann der Podcast.

So funktioniert ein Podcast

Multimedia-Fachjournalist Andreas Reinhardt (Foto: SWR)
Multimedia-Fachjournalist Andreas Reinhardt ist mit den Eigenheiten des Mediums vertraut.

"Ich brauche einen sogenannten Podcatcher, das ist das Programm, das mir meine Podcasts automatisch runterlädt. Darin integriert ist meistens auch ein Player, also ein Abspieler für Musikdateien und damit zusammen kann ich dann Podcasts verwalten, kann sie mir anhören, kann sie überall mit hinnehmen."

Multimedia-Fachjournalist Andreas Reinhardt.

Bei den meisten Smartphones und Tablets sind solche Podcatcher-Apps schon vorinstalliert. Darin befinden sich viele verschiedene Podcasts. Wer einen passenden für sich gefunden hat, kann ihn abonnieren und bekommt dann alle künftigen Folgen automatisch auf sein Gerät heruntergeladen. Andreas Reinhardt rät dabei auf folgendes zu achten:

"Podcasts werden über das Internet runtergeladen. Dabei sollte ich zusehen, dass ich die Podcasts nur bei verfügbarer WLAN-Verbindung herunterlade. Zwar sind es keine gigantischen Datenmengen, aber doch so viel, dass das Datenvolumen deutlich verbraucht wird.“ 

Multimedia-Fachjournalist Andreas Reinhardt.

Abonnieren ist aber kein Muss. Man kann sich die Folge auch einfach nur so anhören. Und wer einen Podcast lieber am Computer hören möchte, der geht einfach auf die Internetseite des Anbieters.

Hier findet man Podcasts

Printmedien, Radio- und Fernsehsender und auch Privatpersonen bieten mittlerweile Podcasts an. Die findet man etwa:

  • in der ARD Audiothek,
  • bei Spotify,
  • auf podcast.de im Internet.

Wer eine App mit mehr Funktionen haben möchte, wie zum Beispiel eine schnellere Abspielfunktion, der könnte wie Experte Andreas Reinhardt folgende App nutzen: 

"Ich persönlich benutze Podcast Addict. Die App wird gepflegt, bei der gibt sich der Hersteller viel Mühe, dass sie weiter optimiert wird. Und ich kann meine Podcasts auch von einem Smartphone auf das andere umziehen. Aber es gibt ganz viele. Also da hilft einfach ausprobieren."

Multimedia-Fachjournalist Andreas Reinhardt.

Ausgewählte Podcast-Angebote des SWR

Podschalk (Foto: SWR3)

Diese Kosten können entstehen

Podcatcher und Podcasts sind in aller Regel für den Nutzer kostenlos. Multimedia-Fachjournalist Andreas Reinhardt weist aber darauf hin:

"Viele Podcast-Macher sind mittlerweile Berühmtheiten geworden und die großen Streaming-Dienste wie etwa Spotify kaufen jetzt nach und nach diese Produzenten auf. Dann sind die Podcasts nicht mehr kostenlos, sondern man braucht das Abo von diesem Streaming-Dienst."

Multimedia-Fachjournalist Andreas Reinhardt.

Dagegen sind SWR-Podcasts wie zum Beispiel "trocken bis lieblich – Weinwissen für alle" mit Werner Eckert und Dominik Bartoscheck in der ARD Audiothek kostenlos nutzbar. Sie werden über den Rundfunkbeitrag finanziert.

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