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Die Natur beobachten –  das ist etwas, das Sie mit kleinem Aufwand überall machen können. Aber mit ein ein paar Tipps und etwas Ausrüstung lässt sich manch besonders schöne Art entdecken, an der man sonst vielleicht einfach vorbeigelaufen wäre.

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Diese Ausrüstung kann man verwenden

Es empfiehlt sich robuste und vor allem beim Tiere-Beobachten unauffällige Kleidung zu nutzen, am besten in gedeckten Farben. Gerade Vögel, die ihre Umgebung genau beobachten, können den Beobachter dann nicht so leicht entdecken.

Ein Fernglas sollte immer mit dabei sein. Professionellere Vogelbeobachter benutzen ein Spektiv. Denn mit der starken Vergrößerung des Fernrohrs lassen sich auch weit entfernte Tiere gut betrachten. Dabei ist es empfehlenswert, ein gutes Stativ zu wählen: Leicht und stabil sollte es sein.

Wer Pflanzen oder Tiere in der Natur findet, möchte meistens wissen, um was es sich genau handelt. Deswegen ist gute Bestimmungsliteratur sinnvoll: Üblicherweise als Buch. Ebenso empfehlenswert ist ein Smartphone oder Tablet.

Tablet als Hilfe für Vogelbestimmung (Foto: SWR)
Mit dem Tablet oder Smartphone können Vogelbeobachter den Vogelgesang direkt abspielen und so mit dem Gehörten vor Ort vergleichen.

Auch eine Kamera gehört zur Ausstattung des Naturfreundes. Damit lassen sich detaillierte Merkmale zum Beispiel einer Pflanze bildlich festhalten. Zu Hause kann man dann in Ruhe nachschlagen, welche Tiere und Pflanzen auf dem Foto zu sehen sind.

Hier kann man die Natur am besten beobachten

Grundsätzlich möglich sind Naturbeobachtungen fast überall. Wer sich einmal die Mühe macht, einen unscheinbaren Grünstreifen an einer Straße in der Stadt genauer in Augenschein zu nehmen, wird feststellen, dass selbst da eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen, Insekten und anderen Kleintieren herrscht.

Gerade als Anfänger rentiert es sich, offene Landschaften aufzusuchen. Mitten im Wald sieht der Naturbeobachter vor lauter Bäumen nicht viel. Und erst der erfahrenere Vogelkundler kann die Arten anhand ihrer Rufe und Gesänge bestimmen.

Ochsenzunge (Foto: SWR)
Zwischen den verschiedenen Pflanzen gibt es immer wieder die verschiedensten Kleintiere zu entdecken.

Diese geführten Wanderungen und Bestimmungshilfen gibt es

Bücher allein helfen nicht immer weiter. Man kann aber Expertenwissen anzapfen. Zum Beispiel beim Naturschutzbund (NABU) oder anderen Verbänden, wie der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie in Rheinland-Pfalz (GNOR), der Pollichia oder dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Hier bekommt man Beratung und die Möglichkeit bei geführten Wanderungen mitzumachen. 

Des Weiteren wird die Vernetzung übers Internet immer wichtiger. So kooperiert der NABU zum Beispiel mit der Seite „Naturgucker.de“. Viele Vogelkundler melden, die von ihnen beobachteten Tiere, auch auf Ornitho.de. Ein großer Gewinn dieser Plattformen ist vor allem die Vernetzung mit anderen Naturinteressierten. Die Nutzer helfen sich gegenseitig beim Bestimmen der Arten, tauschen sich aus und geben sich gegenseitig Tipps, wo sie bestimmte Arten zu sehen bekommen. Außerdem tragen sie mit dem Sammeln dieser Beobachtungen dazu bei, dass ein klareres Bild entsteht, welche Tiere und Pflanzen wo und in welcher Anzahl vorkommen.

So verhält man sich bei der Naturbeobachtung richtig

Bestimmte Regeln muss jeder beachten:

  • Privatgelände dürfen nicht einfach ohne Erlaubnis betreten werden.
  • Auch Zäune und andere Grundstücksbegrenzungen müssen beachtet werden.

Dazu kommen Spezialvorschriften in Naturschutzgebieten. Das sogenannte "Wegegebot" zum Beispiel: Niemand darf hier kreuz und quer trampeln und Pflanzen oder Tiere schädigen. Hunde müssen an der Leine bleiben. Hier hat generell die Natur Vorrang vor dem Menschen. Und wenn sich jeder daran hält, dann tragen alle zum Naturschutz bei.

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