Optimaler Schutz für unsere Haut

Sonnenschutzcreme: Das gilt es beim Auftragen zu beachten

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Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankung in Deutschland und UV-Licht gilt als größter Risikofaktor. Einen Schutz gegen diese Strahlung kann Sonnencreme bieten. Sie wirkt wie ein Schutzschild auf der Haut - wenn sie richtig angewendet wird.

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Warum Sonnenschutz wichtig ist

Sonnenschutzcreme schützt vor Sonnenbrand. Der ist schmerzhaft und auf lange Sicht gesehen auch gefährlich. Was viele nicht wissen: Das Krebsrisiko steigt schon lange, bevor man Sonnenbrand bekommt. Denn unser individuelles Sonnenkonto füllt sich im Laufe unseres Lebens. Nicht nur der Sonnenbrand, auch die vielen Sonnenstunden, die sich in unserem Leben addieren, sind für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich.

So schützt Sonnencreme

Je heller der Hauttyp, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor sein. Rund 20 bis 30 Minuten Einwirkzeit gilt für Cremes mit chemischen Filtern. Sie dringen in die Haut ein, wandeln dort UV-Strahlung in Wärme um und schützen uns somit.

Anders funktioniert Sonnencreme mit mineralischen Filtern. Die Creme legt sich wie ein Schutzschild auf die Haut und reflektiert die schädlichen Strahlen. Das funktioniert bereits direkt nach dem Auftragen. Allerdings wird der weiße Film auf der Haut häufig als unangenehm empfunden.

Chemische Sonnencremes mit einem "Sofortschutz" beinhalten meist auch mineralische Filter und kombinieren so die Vorteile beider Technologien.

Strand (Foto: SWR)
"Wasserfest" darf sich Sonnencreme schon dann nennen, wenn nach dem Baden noch rund die Hälfte des ursprünglichen Schutzes besteht.

Diese Bedenken gibt es bei Sonnencreme

Einige chemische Filter in Sonnenschutzcremes stehen im Verdacht, hormonell zu wirken, damit die Fruchtbarkeit zu beeinflussen und Krebs zu fördern.

Wie lange Sonnenschutzcreme verwendet werden sollte, haben Wissenschaftler in Frankreich untersucht: Sie hatten Sonnencremes künstlich altern gelassen. Nach einem Jahr wurde in diesen Versuchen aus dem chemischen Filter Octocrylen das Molekül Benzophenon. Das kann Leberkrebs und Lymphome erzeugen, was Tierversuche nahe legen. Über die Auswirkungen auf den menschlichen Körper gibt es jedoch noch keine aussagekräftigen Studien.

Wer die umstrittenen Inhaltsstoffe vermeiden will, muss sich entweder sehr gut auskennen oder auf mineralische Filter ohne Nano-Partikel ausweichen. Denn auch die werden kritisch gesehen.

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Auch der UV-Schutz von Sonnenschutzcremes wird mit der Zeit übrigens schwächer. Sie wirken nicht mehr so gut. Daher sollte die Creme aus dem Vorjahr entsorgt und nicht mehr verwendet werden.

Darauf sollte man beim Sonnenschutz achten

Nur wer alle zwei Stunden nachcremt, schützt sich gut. Das ist wichtig, weil sich der Schutzfilm durch Schwitzen, Reibung oder Baden langsam ablöst. Darüber hinaus sind einige der chemischen Filter instabil. Das heißt, sie zerfallen mit der Zeit. Um den angegebenen Lichtschutzfaktor aufrecht zu erhalten, muss also nachgecremt werden. Die Schutzdauer wird dadurch aber nicht verlängert. Man kann also trotz Sonnencreme nicht unbegrenzt in der Sonne bleiben.

Sonnencremedosierung auf der Hand (Foto: SWR)
Sonnenschutzcremes helfen, die Haut vor den schädlichen Sonnenstrahlen zu schützen. Um den angegebenen Lichtschutzfaktor zu erreichen, empfehlen Hautärzte die Menge von rund sieben Esslöffel für den gesamten Körper.

Sprühflaschen und transparente Sprays haben den Vorteil, dass sie sich oft leichter verteilen lassen. Der Nachteil: Man hat keinen Überblick, wie viel Produkt man aufgetragen hat. Um den angegebenen Lichtschutzfaktor zu erreichen, empfehlen Hautärzte die Menge von rund sieben Esslöffel Sonnenschutzcreme für den gesamten Körper. Es gilt: "Viel hilft viel". Diese eigentlich notwendige Menge empfinden viele als unangenehm und klebrig.

Grundsätzlich gilt: In den Sommermonaten den Schatten zu suchen, den Körper mit Kleidung zu bedecken und vor allem die sonnenintensiven Mittagsstunden mit ihrer extremen UV-Strahlung zu meiden. Denn so wohltuend die Sonne auf unsere Gemüt wirken kann - unserer Haut schadet sie eher.

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