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Schon in der Antike war Honig ein wertvolles Lebens-und Heilmittel und daran hat sich bis heute nichts geändert. 25.000 Tonnen Honig produzieren unsere Imker pro Jahr und es könnten noch mehr sein - wenn wir mehr Imker hätten.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Die Deutschen lieben Honig. Jeder von uns isst etwa ein Kilo pro Jahr und die Nachfrage steigt. Doch Honig gehört bei uns nicht nur in die Küche, sondern auch in die Hausapotheke.

So gesund ist Honig

Die Analyse zeigt, Honig besteht zu 80 Prozent aus Trauben- und Fruchtzucker. Der Rest ist Wasser.

In jedem Honig findet man noch Vitamin C, B1, B2, B5, Biotin, Kalium, Calcium und Eisen. Honig ist süßer und geht langsamer ins Blut als Industriezucker – ist also ein besserer Energielieferant.

Doch das Beste am Honig sind seine Flavonoide. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken, Entzündungen hemmen, Wunden heilen und Schmerzen lindern.

Biene bestäubt Blüte (Foto: SWR)
Ohne die Arbeit der Bestäubungsspezialistinnen in der Blütezeit, wäre nicht nur die Honig-Produktion, sondern auch die Ernährungsgrundlage der Menscheit gefährdet.

Die Enzyme im Honig wirken antibakteriell bei Erkältung und Husten. Honig kräftigt aber auch das Herz und die Nieren und unterstützt die Leberfunktion. Die Glukose des Honigs erhöht die Glykogenmenge in der Leber und fördert auf diese Weise die Stoffwechselprozesse und die Entgiftungsfunktion der Leber.

Diese Honigsorten können folgende Beschwerden lindern:

  • Frühjahrsblütenhonig ist gut gegen Heuschnupfenallergie. Ab Herbst jeden Tag einen Löffel nehmen und nach und nach wird der Heuschnupfen weniger. Der Körper gewöhnt sich langsam an die allergieauslösenden Pollen. Wichtig: Honig aus der Region nehmen.
  • Akazienhonig unterstützt die Blutreinigung und wirkt gegen Übersäuerung des Magens.
  • Lindenhonig wirkt besonders antiseptisch und ist gut bei Erkältungskrankheiten, Fieber, Schlaflosigkeit.
  • Tannenhonig hilft gut gegen Husten und Heiserkeit und kann auch für Honigmassagen genutzt werden.

Honig eignet sich insgesamt für Massagen, Wundheilung und als Honigtuch bei Muskelverspannungen.

Honigstöcke - einer an dem anderen. (Foto: SWR)
Bienen produzieren für uns ein besonders wertvolles Lebensmittel. Rund 30 Kilo Honig können im Jahr in einem Bienenstock zusammenkommen.

Folgendes ist noch wichtig für den Verbraucher

Viele Hersteller geben Mischungen aus EU und Nicht-EU-Ländern an. Hier kann der Verbraucher nicht erkennen, woher der Honig stammt. Besser man kauft Honig aus der Region.

"Kinder unter 12 Monaten sollten keinen Honig essen!" - Deshalb ist diese Warnung auf dem Glas: Honig ist ein Naturprodukt und kann ein Bakterium enthalten, das bei Säuglingen zu Problemen führen kann, weil ihre Darmflora noch nicht ausgeprägt ist.

Honig kann sich jahrelang halten, wenn er trocken gelagert wird. Geöffnete Gläser sollten jedoch nach einem Jahr aufgebraucht werden. Honig ist eine gute Alternative zu Zucker. Er ist süßer als dieser und sollte deshalb sparsam verwendet werden.

Fazit

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