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Ein Garten mit vielseitigem Angebot lockt Vögel an. Wer bestimmte Pflanzungen beachtet, kann Haussperling, Rotkehlchen, Zaunkönig und Co jetzt zu Hause begrüßen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Damit das kleine Fleckchen Erde, vor oder hinter dem Haus, auch ein Paradies für Vögel ist, kann man Einiges tun.

In diesen Bäumen und Sträuchern brüten und verstecken sich Piepmätze gerne

Ein vogelfreundlicher Garten ist strukturiert: Es beginnt mit unterschiedlichen heimischen Bäumen und Sträuchern, in denen sich die Vögel verstecken, oder brüten können. Die Blüten locken im Frühling und Sommer Insekten an, im Herbst und Winter bieten sie wertvolles Vogelfutter.

Vogelfreundliche Bäume und Sträucher sind zum Beispiel:

  • Bäume: Nussbaum, Hainbuche, Apfel, Zwetschge, Kirsche, Mirabelle, Birne
  • Sträucher: Wildrose, Holunder, rote Heckenkirsche, Liguster, Sauerdorn, Kornelkirsche, Mehlbeere, Pfaffenhütchen, Weißdorn, Faulbaum, Vogelbeere

Die heimischen Bäume und Sträucher locken nicht nur unterschiedliche Vogelarten an, sie kommen auch mit dem Klimawandel besser zurecht, als neue Züchtungen.

Sträucher giießen (Foto: SWR)
Die meisten heimischen Gewächse bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Platz und einen guten lockeren Boden.

Warum Blüten und nährstoffreiche Böden wichtig sind für Vögel

Auch blütenreiche Wiesen, deren Blumen Insekten anziehen und wertvolle Samen bilden, sind für Vögel wichtig. Hier bietet der Handel besondere "Singvogelmischungen" an.
Die Aussaat ist einfach: Boden vorbereiten und zuerst das Unkraut entfernen. Dann mit Sand vermischen und die Samen in etwa zwei Zentimeter Tiefe einbringen.

Wichtig ist: Die Aussaat bis zur Keimung feucht halten. Ebenso wichtig sind nährstoffreiche Böden. Darin leben Tiere und Insekten, die Vögel gerne essen. Dazu gehören Regenwürmer, Schnecken, Ameisen und Käfer. Voraussetzung dafür, ist ein konsequent giftfreier Garten. Gerade in der Brutzeit können Jungvögel sterben, wenn sie mit vergifteten Insekten gefüttert werden.

So sieht ein guter Futterplatz für Amsel & Co. aus

Vögel brauchen mehrere Futterplätze verteilt, damit sie keinen Stress empfinden. Ob man das ganze Jahr über füttern sollte, oder nur im Winter, darüber streiten Experten. Bei der Fütterung sollte man unterschiedliches Futter für die verschiedenen Arten anbieten:

  • Weiches Futter, wie Getreide, Äpfel oder Rosinen, für Amsel oder Star.
  • Körnerfutter für andere Singvögel, oder Wildtauben.

Wichtig sind auch Wasserstellen zum baden, trinken, oder Insekten jagen. Ein Teich zieht Vögel besonders an, aber es tun auch kleinere Wasserstellen. Ein spezielles Vogelbad ist das baden im Sand. Die Vögel werden so Milben im Gefieder los.

Wie Vögel auch Nistkästen und Schlupflöcher gut finden

Alte Bäume, in deren Höhlen die Vögel nisten können, werden immer seltener. Auch Hausfassaden mit Schlupflöchern im Gebälk fehlen, da die Gebäude immer besser isoliert sind. Deshalb sind Nistkästen eine wichtige Hilfe.

Vogelhäuschen (Foto: SWR)
Jede Vogelart bevorzugt ein besonderes Eigenheim.

Spatzen leben gerne in Kolonien, deshalb hängt man für sie am besten mehrere Nester nebeneinander. Es gibt auch spezielle Spatzenkästen für mehrere Tiere. Hausrotschwänze und Rotkehlchen mögen Halbhöhlen. Nistkästen mit Löchern bevorzugen Meisen, Kleiber, Star und Dohle. In großen Röhren nisten Steinkäuze. Die Nistkästen gibt es aus Holz, oder Holzbeton. Holzbeton ist langlebiger. Auch gut sind Nistkästen, die man leicht öffnen kann.

Ganz wichtig ist auch die Pflege der Kästen: Gebrauchte Nester muss man immer säubern, bevor sie neu bezogen werden, damit sie Milbenfrei sind. Milben können sonst Jungvögel so schwächen, dass sie sogar daran sterben können

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