Jüdisches Weltkulturerbe in Rheinland-Pfalz

So bedeutend sind die SchUM-Stätten bis heute

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Speyer, Worms und Mainz haben eine enorme historische Bedeutung für das Judentum. Die Orte sind außergewöhnlich und damals wie heute bedeutend für die Region.

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Tausend Jahre jüdische Kultur vielleicht bald Unesco-Welterbe

Ein ganz besonderer jüdischer Schatz liegt in Rheinland-Pfalz, fast tausend Jahre ist er alt. Sein Name: SchUM. Eine Abkürzung, zusammengesetzt aus den hebräischen Wörtern für Speyer, Worms und Mainz. Jahrhundertelang war der Gemeindebund SchUM das Zentrum des mittel- und westeuropäischen Judentums. So bedeutend, dass er "Jerusalem des Westens" genannt wurde.
Im Mittelalter war SchUM eine Art Exzellenzcluster. Was hier entstand, fand über viele Grenzen hinweg Beachtung und prägte die jüdische Architektur, Religion und das jüdische Leben.

Einzigartige Monumente erzählen noch heute von der Bedeutung dieser Stätten. Der jüdische Friedhof in Mainz ist der älteste erhaltene seiner Art in Europa.

Jüdischer Friedhof  (Foto: SWR)
Einige Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Mainz sind schon rund 1.000 Jahre alt.

Auch die jüdischen Ritualbäder in Speyer und Worms stammen aus einer ähnlichen Zeit und sind in außergewöhnlich gutem Zustand.
Viermal wurde die Wormser Synagoge in ihrer rund tausendjährigen Geschichte zerstört und wiederaufgebaut. Sie ist ein Zeugnis all dessen, was Juden im Laufe der Geschichte ertragen mussten.

Entscheidung über SchUM-Stätten ist gefallen

Am 27. Juli 2021 sind die SchUm-Stätten als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet worden und werden dank einer solchen Auszeichnung nun auch besonders geschützt.

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