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Betörende Düfte und farbenprächtige Blumen: Mitten in Uelversheim gibt es einen wild-romantischen Ort, an dem sich nicht nur Insekten wohlfühlen - auch Marianne Knab: Der Rosenliebhaberin gehört dieses kleine Paradies. Sie weiß genau wie man Rosen richtig pflegt und hegt. Wir haben sie in ihrem Garten besucht, denn der Juni gilt allgemein als Rosenmonat.

Allgemeines Wissen über Rosen

Rosen sind ehemalige Waldrandbewohner, deshalb bevorzugen sie einen luftigen und sonnigen bis halbschattigen Platz. Sie wachsen gut in lockerer Erde, aber auch im Lehmboden gedeihen sie prächtig. Sie kommen gut mit Trockenheit zurecht, da sie lange Pfahlwurzeln bilden, mit denen sie sich das Wasser aus den tieferen Bodenschichten holen können. Die verwelkten Blüten sollte man immer entfernen, das regt die weitere Knospenbildung an.

In diesem Jahr gab es wenig Niederschlag, was den Rosen gut bekommt. Denn bei hoher Feuchtigkeit und kalten Nächten ist die Gefahr von Pilzkrankheiten wie Mehltau sehr groß. 

Biologischer Schutz vor Krankheiten

Dagegen kann man ganz einfach biologisch vorbeugen. Man bespritzt die Rosen mit 3,8 prozentiger Milch. Je höher der Fettanteil, desto höher auch der Lecithingehalt. Das Lecithin legt sich wie ein Schutzfilm über die Blattöffnungen und das Natriumphosphat stärkt die Abwehrkräfte der Pflanze.
Die Milch wird im Verhältnis 1:10 gemischt.1 Liter Milch mit 10 Liter Wasser verdünnen. Zweimal in der Woche spritzen, das reicht. 

Milch stärkt die Blätter der Pflanze.  (Foto: SWR)
Milch stärkt die Blätter der Pflanze.

Zusätzlich sollte man den Boden der Rose lockern und noch mit Ackerschachtelhalm oder Brennnesseljauche stärken. Ackerschachtelhalmbrühe kann man selbst herstellen. Einen Eimer mit Wasser zur Hälfte mit Ackerschachtelhalmpflanzen füllen und das Ganze so lange stehen lassen bis die Pflanzen faulen und eine braune Brühe entstanden ist.
25 ml Ackerschachtelhalmbrühe dann mit 10 Liter Wasser mischen. Fertige Ackerschachtelhalmbrühe gibt es auch im Handel zu kaufen.

Kaffee als Dünger und gegen Blattläuse

Da Rosen einen sauren Boden bevorzugen, kann man sie auch mit Kaffeesatz düngen. Den Kaffeesatz einfach um die Rose streuen und in den Boden einarbeiten. Ansonsten ist Pferdemist sehr gut. Diesen gibt es auch als Pellets im Handel zu kaufen.

Auch Schädlinge wie Blattläuse setzen besonders den Knospen zu. Viele Vögel fressen Blattläuse und füttern ihre Jungen damit. So erledigt sich das Problem meistens von selbst. Ansonsten kann man die Blattläuse mit Kaffeesud bespritzen. Kaffeesatz mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnen und 2-3 Mal auf die Läuse spritzen. Bei starkem Befall schwarzen Kaffee nehmen.

Diese Rosensorten wurden im Film gezeigt

“Louis Oldier”: englische Rose mit pinkfarbenen gefüllten Blüten.

“Gertrude Jekyll”: englische Rose mit hellrosa gefüllten Blüten. Starker Duft, aber viele Dornen.

Rosensorte Gertrude Jekyll. (Foto: SWR)
Rosensorte Gertrude Jekyll.

“Ghislaine de Feligonde”: historische, kleinblütige öfterblühende Ramblerrose mit zartgelben Blüten.

“Graham Thomas”: englische Rose mit großen gefüllten gelben stark duftenden Blüten.

“Veilchenblau”: kleinblütige Kletterrose mit blauen Blüten, die nach Veilchen duften. 

Rosensorte Veilchenblau. (Foto: SWR)
Rosensorte Veilchenblau.

“Rose de Resht: alte Rose mit purpurfarbenen, gefüllten stark duftenden Blüten. Eignet sich für Rosenessenzen.

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