Das hilft gegen das Computer-Vision-Syndrom

8 Tipps gegen gereizte und trockene Augen vorm Bildschirm

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Stundenlange Bildschirm- und Smartphone-Nutzung schadet unseren Augen. Das Computer-Vision-Syndrom kann die Folge sein. Mit diesen Tipps bleiben ihre Augen gesund.

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Medien und Computer spielen in unserem Leben eine immer wichtigere Rolle, egal ob in der Freizeit oder im Beruf. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend verstärkt. Laut einer aktuellen Studie sind die Deutschen durchschnittlich 65 Stunden pro Woche online. Das sind neun Stunden mehr als im Jahr 2020 - ein Zuwachs von 15 Prozent.

Seit der Pandemie beobachten Augenärzte, dass gesundheitliche Probleme durch lange Bildschirmnutzung zunehmen. Denn das lange Starren auf Bildschirme schadet unseren Augen. Trockene, schmerzende und rote Augen, verschwommene Bilder und Kopfschmerzen können die Folge sein. Diese Symptome stehen für das „Computer-Vision-Syndrom“.

Mit diesen 8 Tipps bleiben Ihre Augen trotz langer Bildschirmnutzung gesund

  1. Hilfreich ist die sogenannte 20-20-20 Regel: Nach 20 Minuten Bildschirmnutzung aufstehen und 20 Sekunden lang in die Ferne schauen (20 Fuß enstprechen etwa 6 Metern). Es kann auch der Blick aus dem Fenster sein. Das entspannt die Augen und kurbelt den Kreislauf an.
  2. Regelmäßig lüften erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum und hilft gegen trockene Augen. Eine Luftfeuchtigkeit von 50% ist ideal.
  3. Richtiger Abstand zum Monitor: 50 Zentimeter Entfernung zwischen Augen und Bildschirm sind ideal.
  4. Bildschirmeinstellungen optimieren: Am Monitor oder Smartphone können Helligkeit, Kontraste und Blaulicht heruntergeregelt werden, das schont und entlastet die Augen.
  5. Spiegelungen vermeiden: Außerdem sollte man darauf achten, dass sich nichts aus der Umgebung im Bildschirm spiegelt. Denn Spiegelungen, Reflexionen und Gegenlicht reizen die Augen zusätzlich.
  6. Augenübungen für zwischendurch: Die Augen länger schließen und dann plötzlich öffnen. Oder abwechselnd jeweils ein Auge mit einer Hand abdecken.
  7. Eine Office-Brille oder eine Brille mit Blaulichtfilter ausprobieren.
  8. Regelmäßig den Augenarzt besuchen und die Augen checken lassen. Mit dem Arzt kann auch besprochen werden, ob Augentropfen oder künstliche Tränenflüssigkeit sinnvoll sind.

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So entsteht das Computer-Vision-Syndrom

Durch das starre Schauen auf einen Monitor reduziert sich unser Lidschlag auf 5 bis 7 mal pro Minute. Normalerweise sind es 10 bis 15 mal pro Minute. Dadurch trocknen die Augen aus, röten sich und fangen an zu brennen. Verstärkt wird das im Winter durch zu trockene Heizungsluft. Außerdem führt eine schlechte Haltung am PC oft zu Nacken- und Rückenproblemen und damit oftmals auch zu Kopfschmerzen.

Zudem ist der Bildschirm an sich ein Problem. Pixel haben keine scharfen Kanten wie Buchstaben. Das führt dazu, dass unser Auge permanent die Schärfe korrigieren will. Zusätzlich sind Helligkeit, Kontrast und der Blaulichtanteil meist zu hoch eingestellt. Das belastet die Augen, genauso wie Spiegelungen. Unternimmt man nichts dagegen, führt das mit der Zeit zu chronisch trockenen Augen. Das kann bis hin zu Bindehautentzündungen und damit zu Sehverlust gehen.

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SWR Fernsehen