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Glück und Zufriedenheit, darauf hoffen viele zum Jahresbeginn. Mehr Freunde, mehr Erfolg, mehr Geld stehen auf dem Wunschzettel. Alles Wünsche, um dem eigentlichen Lebensziel näherzukommen: dem Glück.

Was ist Glück?

In jeder Kultur und zu jeder Zeit beschäftigten sich Menschen mit der Frage, was Glück ist und wie man es erreichen kann. Früher waren es vor allem die Philosophen. Heute wollen Soziologen herausfinden, wo die glücklichsten Menschen leben und Psychologen kehren der traditionellen Erforschung negativer Gefühle den Rücken und beschäftigen sich vermehrt auch mit der "positiven Psychologie". 

Aus psychobiologischer Sicht ist Glück ein Überschwang an Hormonen, die den Körper überschwemmen. Neuronen im Gehirn werden aktiv, wenn etwas passiert, das besser ist als erwartet. Sie produzieren Dopamin und Endorphine, opiumähnliche Stoffe, die uns euphorisch machen. 

Warum ist Glück so flüchtig?

Unser Gehirn ist nicht dafür gebaut, dauerhaft glücklich zu sein. Es ist wichtig, dass unser Glücksempfinden auch wieder abflaut. So können wir uns wachsamer auf alltägliche Arbeiten konzentrieren. Auch negative Gefühle haben also ihren Sinn. Angst beispielsweise hat uns schon in Urzeiten unser Überleben gesichert. Die Glückshormone im Gehirn bauen sich schnell wieder ab. Aber die Erinnerung daran bleibt und macht uns süchtig danach, wieder nach dem Glück zu streben.

Was macht auf Dauer glücklich?

Glück 3 (Foto: SWR, SWR -)
Was uns motiviert, macht glücklich - Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry SWR -

Die "positive Psychologie" untersucht, wie positive Emotionen entstehen, wie diese den Charakter formen, und welche Rahmenbedingungen in der Gesellschaft positive Charakterzüge unterstützen. Wissenschaftler dieser Forschungsrichtung, wie Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry, unterscheiden das kurzfristige Glücksgefühl von dauerhaftem Wohlbefinden. Sie führen fünf Aspekte an, die man stärken sollte, um dauerhaft zufrieden zu sein. 

  • Positive Gefühle und positive Beziehungen stehen im Vordergrund.
  • Freundschaft, Liebe und Menschen, die uns mehr Energie geben, als sie uns entziehen, vermitteln Glück
  • Soziales Engagement, etwas wofür wir "brennen", macht glücklich. Und sich um andere zu kümmern
  • Wer einen Sinn in seinem Tun findet, steigert sein Wohlbefinden
  • Wichtig ist eine Wirksamkeit seines Handelns zu spüren. Das passiert indem man sich Ziele setzt und sie erreicht.

Wo leben die glücklichsten Menschen der Welt?

Nach dem "World Happiness Report" liegen wir Deutschen derzeit auf Rang 16 der glücklichsten Länder der Welt. Spitzenreiter in Sachen Glücklichsein sind zum wiederholten Male die Dänen. Seit den 70er Jahren ist Dänemark immer ganz vorne an der Spitze, wenn es in statistischen Ländervergleichen um die Suche nach den glücklichsten Einwohnern geht.

Zumindest teilweise lässt sich das mit der dänischen Art des "Hygge" begründen, ihrer gemütlichen oder heimeligen Lebensart. Wie wichtig Phasen der Ruhe und Ausgeglichenheit sind, um glücklich zu sein, unterstreichen aktuelle Studien.

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