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Schon allein das Surren nervt und kostet schlaflose Nächte. Wird man dann auch noch gestochen, kommt unangenehmer Juckreiz hinzu. Was hilft wirklich?

Nur die weiblichen Mücken wollen unser Blut, denn das beinhaltet ein Enzym, das sie für die Eiablage brauchen und selbst nicht bilden können. Wird man gestochen, bilden sich schnell die typischen, lästigen Hautreizungen. Wohl jeder hatte schon mal solche juckende Quaddeln, manche erwischt es jedoch häufiger als andere.

Was finden Mücken an Menschen anziehend?

Nicht das "süße Blut" zieht die Mücken an, wie der Volksmund glaubt. Magnetisch anziehend wirken nackte Haut, Feuchtigkeit und der Geruch von Schweiß. Davon gibt es im Sommer reichlich. Deshalb kann man für die Stecher zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich attraktiv sein.

Nach einem Bürojob in klimatisierten Räumen ist man für Mücken recht uninteressant, während man nach dem Sport durch heftige Schweißabsonderung sehr anziehend ist. Es empfiehlt sich nach körperlichen Betätigungen direkt zu duschen, das minimiert die Gefahr gestochen zu werden.

Was kann gegen Stechmücken helfen?

Mückenforscher der Universität Regensburg haben eine Mückenfalle entwickelt. Sie arbeite mit künstlich erzeugtem Körperduft und Kohlendioxid. Der Preis ist allerdings hoch: etwa 240 Euro.

Da ist es einfacher und preiswerter, helle Kleidung zu tragen - möglichst langärmelig. So wird man nämlich von den Plagegeistern weniger oft angeflogen.
Feinmaschige Fliegengitter - möglichst aus synthetischer Gaze, nicht aus feuchtigkeitsempfindliche Baumwolle, bieten einen guten Schutz gegen Stechmücken. Außerdem gibt es im Handel eine Vielzahl von Mückenschutzmitteln.

Welche dieser Mittel funktionieren effektiv?

Die Stiftung Warentest hat zahlreiche Mückenschutzmittel getestet, und die meisten haben mit dem Testergebnis "gut" abgeschlossen. Der Verlierer dieser Testreihe war ein Mittel, dessen Wirkstoff natürliche, ätherische Öle sind. Hier war ein effektiver Mückenschutz nicht gegeben, im Gegensatz zur Wirkung der "chemischen Keulen".

Grundsätzlich haben Mückenschutzmittel auf synthetischer Basis verschiedene Wirkstoffe, die gegebenenfalls auch allergische Reaktionen auslösen können. Die Gängigsten sind die Wirkstoffe "Deet" Und "Icaridin". Beide Substanzen wirken zuverlässig. Warnhinweise zu Risiken und Nebenwirkungen finden sich auf den betreffenden Produkten oft versteckt hinter einem Abziehetikett.

Was ist nach einem Mückenstich zu tun?

Mückenstich mit Quaddelbildung (Foto: SWR, SWR -)
Mückenstiche verursachen juckende Quaddeln SWR -

Keinesfalls sollte man den Stich aufkratzten, auch wenn der quälende Juckreiz nach Linderung verlangt.

Gegen die sich nach dem Stich schnell bildende Quaddel - eine allergische Redaktion - hilft eine rezeptfrei erhältliche Kortisonsalbe. Hat man die nicht zur Hand, kann man auch durch Kühlung den Juckreiz und die Schwellung minimieren.

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