STAND

In Zeiten von Corona sind auch Betrüger kreativ. Sie geben sich zum Beispiel als Mitarbeiter des Gesundheitsamt aus, um so in Ihr Haus zu gelangen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Der falsche Coronatest an der Haustür

Schon vor der Corona-Krise schlüpften Betrüger in verschiedene Rollen wie Polizisten oder Feuerwehrleute, um an Geld zu kommen. Die neueste Corona-Masche: Der falsche Coronatest an der Haustür. Als Vertreter des Gesundheitsamts oder getarnt als Ärzte suchen die Täter Zugang zum Haus. Wer sie hereinlässt, wird ausspioniert oder sogar direkt bestohlen. Sowohl das Gesundheitsamt als auch die Polizei klingeln nicht an der Haustür. Schon gar nicht unaufgefordert. Lassen Sie niemanden hinein und rufen sie im Zweifelsfall die 110 an.

In jedem Fall gilt: Vorsicht! Man weiß nie, ob Betrüger vor der Haustür nicht vielleicht auch gefährlich werden, wenn sie erst einmal geöffnet ist. Lassen Sie niemanden hinein!

Klassiker in der Covid-19-Version: der Enkel-Trick

Auch der Klassiker der Betrügereien ist ins Corona-Gewand geschlüpft. Hier sind es falsche Verwandte, die angeblich im Krankenhaus oder in Quarantäne sind und dringend Geld brauchen für Behandlungen, Tests oder kranke Freunde. Wegen Corona können sie das Geld natürlich nicht selbst abholen. Auch hier gilt: einfach auflegen und im Zweifelsfall die Polizei einschalten.

Keine Auskunft über sensible Daten am Telefon

Betrüger geben sich in diesen Zeiten gerne als Bankangestellte oder Mitarbeiter anderer Unternehmen aus. Mit der Ausrede, dass derzeit keine persönlichen Kontakte möglich seien und viel geschlossen ist, versuchen die Betrüger, an sensible Daten und Passwörter zu gelangen. Hier hilft: einfach auflegen. Kein Bankangestellter wird anrufen. Zudem haben auch Phishing-Mails Hochkonjunktur. Nach alt bekanntem Prinzip versuchen Betrüger, an Daten ihrer Opfer zu gelangen.

Telefonbetrug Älterer Menschen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Neu bei den aktuellen Betrugsmaschen ist der Bezug zur aktuellen Corona-Krise picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

So erkennen Sie Fakeshops im Internet

Fakeshops zu erkennen, ist manchmal nicht leicht. Doch wenn schon Ungereimtheiten in der Internet-Adresse auffallen (z.B. Bindestriche, wo eigentlich keine sind, etc.) dann ist Vorsicht geboten. Auch das Alter des Shops ist ein Indiz. Fakeshops werden in der Regel nicht alt, sondern regelmäßig von den Administratoren der großen Seiten gelöscht.

Auch Kundenbewertungen können ein Indiz für Fakeshops sein, wenn sie fast alle im gleichen Stil geschrieben sind. Zudem sollte auch das Impressum und die AGB's gecheckt werden. Seriöse Shops verzichten auf die Zahlungsmethode "Geld senden an Freunde", denn bei dieser Methode gibt es keinen Pay Pal Käuferschutz.

STAND
AUTOR/IN