Urlaub in der Natur

Camping - weiter im Trend

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Auf dem Campingplatz Urlaub zu machen, das war und ist nicht jedermanns Sache: zu viel Abenteuer, zu wenig Komfort. - Denkste! Die Campingplätze haben in den vergangenen Jahren aufgerüstet, gerade um neue Gäste zu gewinnen. Und es scheint gefruchtet zu haben. Das alte Hobby ist beliebter denn je.

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Was macht Campen in Rheinland-Pfalz aus?

In Rheinland-Pfalz gibt es 47 klassifizierte Campingplätze. Viele liegen entlang der Mosel, aber auch an kleineren Flüssen - die meisten außerhalb von Städten oder Dörfern, mitten in der Natur.

Timo Koch vom Verband der Campinplatzunternehmer sagt: "Wer in Rheinland-Pfalz campen geht, bekommt vor allem viel landschaftliche Abwechslung. Denn zum Einen gibt es viele Flusstäler, zum anderen mit dem Hunsrück, der Eifel oder dem Westerwald bergige Regionen, die von den Campingplätzen aus schnell zu erreichen sind. Man hat viel Nähe zum Wasser, hat aber genauso gute Radfahr- und Wandermöglichkeiten."

Wer geht in Rheinland-Pfalz campen?

47 Prozent der Übernachtungsgäste in Rheinland-Pfalz kommen aus dem Ausland, vorwiegend aus den Benelux-Staaten aus Großbritannien oder auch aus Skandinavien. Für Niederländer ist Rheinland-Pfalz in kürzester Zeit erreichbar und vor allem attraktiv als Mittelgebirgsregion. Über das Wochenende kommen viele Camper aus dem Rhein-Main-Gebiet oder aus den angrenzenden Bundesländern.

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Campingplatzverbandes sind Camper Aktivurlauber und naturverbunden. Heutzutage haben Campingurlaube nichts mehr mit dem Einkommen zu tun. Viele Camper könnten sich viel teureren Urlaub leisten, schätzen aber die Naturnähe und Atmosphäre auf dem Campingplatz. Campingplatzbetreiber Daniel Köhler in Oberweis im Prümtal beobachtet, dass einerseits Zelten wieder total in ist, andererseits bieten Wohnmobile und Wohnwagen immer mehr Komfort.

Campingmobil (Foto: SWR)
Vom einfachen Zelt bis zu komfortablen Wohnmobilen ist auf den Campingplätzen alles zu finden.

Welche neuen Trends gibt es?

Immer häufiger werden sogenannte Mobilheime angeboten, die vergleichbar mit einer kleineren Ferienwohnung sind. Diese nutzen vor allem Familien, die zuvor noch nie auf dem Campingplatz waren. Die Mobilheime sind voll ausgestattet, so dass man nur mit einem Koffer anreisen kann.

Wer kein Zelt, keinen Wohnwagen oder kein Wohnmobil besitzt, kann sich auch einen Camper mieten, zum Beispiel auch im Internet. Auf Portalen wie PaulCamper.de, Campanda.de oder shareacamper.de findet man eine große Auswahl an Campern. Diese werden dort von Privatleuten zur Verfügung gestellt. Camper-Sharing nennt sich das Konzept. Dahinter steckt der Gedanke, seinen Camper, in Zeiten, in denen man nicht selbst damit verreist, zu teilen und anderen zur Verfügung zu stellen.

Im Preis enthalten ist eine Kilometerpauschale, in unserem Beispiel, 1500 Kilometer pro Woche oder 200 Kilometer pro Tag. Und selbstverständlich müssen die Mieter eine Kaution bezahlen, damit der Vermieter abgesichert ist. Die Mieter bekommen vor Ort eine genaue Einweisung, wie der Camper funktioniert und was alles dabei ist, wie zum Beispiel ein Campingtisch oder Campingstühle.

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Die Campingplätze haben in den vergangenen Jahren technisch aufgerüstet, aber auch viel in neue Sanitäranlagen investiert. WLAN ist heutzutage auf vielen Campingplätzen selbstverständlich. Viele bieten ein Schwimmbad und Kinderanimation an, was sich auch im Preis niederschlägt. Vor ein paar Jahren musste eine dreiköpfige Familie etwa 20 Euro die Nacht bezahlen, heute sind es zwischen 30 und 50 Euro, je nach Saison.

Campingplatz (Foto: SWR)
Die Campingplätze von heute sind moderner geworden. Vor allem die zusätzlichen Freizeitangebote, aber auch die besondere Atmosphäre locken Gäste an.

Vor ein paar Jahren musste eine dreiköpfige Familie etwa 20 Euro pro Nacht bezahlen, heute sind es zwischen 30 und 50 Euro, je nach Saison.

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