Wandercheck Eifeler Mühlstein-Wanderweg

Dauer

Der Mühlstein ist ein Symbol für die Vulkaneifel. Der „Eifeler Mühlsteinwanderweg“ führt 12,5 Kilometer von Mayen nach Mendig durch Steinbrüche, in denen von den Kelten bis heute Mühlsteine abgebaut und gefertigt wurden. 

Startpunkt ist das „Mayener Grubenfeld“. Die reine Wanderzeit ist mit 3,5 Stunden veranschlagt und hat 13 Stationen. Ratsam ist es, deutlich mehr Zeit einzuplanen, denn es gibt viel zu sehen. Dabei steht die Historie der Industrielandschaft im Mittelpunkt. Der Weg ist komplett markiert und die Stationen sind selbsterklärend. Der Weg ist in beide Richtungen zu gehen. Einen Abstecher zur Ettringer Lay kann ausgelassen werden, dann würde man aber eins der Highlights verpassen.

Geschichte

Schon vor 7000 Jahren wurden die ersten Mühlsteine aus dem porösen Basaltlava in dieser Gegend hergestellt. Die Mühlsteine sind der Grund, dass die Menschen in der Vulkaneifel sesshaft wurden, weil sie damit ihre Nahrung vor Ort herstellen konnten. Und sie waren ein Exportschlager, denn der Basalt galt als besonders widerstandsfähig. Immer wieder am Wegesrand treffen unsere Wanderer auf Spuren des Gesteinsabbaus, auf Denkmäler der neuzeitlichen Steinindustrie. Grubenkräne, Kransockel, Gleise und Gebäudereste zeugen vom intensiven Abbau im 19. und 20. Jahrhundert.

Highlight

Das Highlight sind die gewaltigen Felswände der Ettringer Lay und des Kottenheimer Winfelds. 40 Meter hohe Wände entstanden hier vor 200.000 Jahren, als der Bellerberg-Vulkan ausbrach. Bizarre Basaltwände sind geblieben, mit Abbauspuren aus unterschiedlichen Epochen, die mehr und mehr von der Natur zurück erobert werden.

Abtauchen in den Lavakeller

Der Abbau hat auch unterirdische Spuren hinterlassen. Die alten Mühlsteingruben im Mayener Grubenfeld beherbergen heute eins der bedeutendsten Fledermausquartiere Mitteleuropas. Besucher können die Unterwelt der Lavakeller in Mendig bei Führungen erkunden, für die man sich aber vorher anmelden muss. 32 Meter tief geht es dann in den Untergrund, mitten in den erkalteten Lavastrom. Dank des Abbaus kann auch die Vulkanbrauerei mit dem tiefsten Bierkeller der Welt punkten. Kein Wunder, dass sie besondere Biere auf der Karte hat, wie das Bourbon Doppelbock, das in den Kellern im Holzfass reift. Neben etlichen Craftbieren stehen aber auch deftige Gerichte auf der Karte.

Fazit

Alle beteiligten Städte und Gemeinden wollen derzeit erreichen, dass das „Eifeler Mühlsteinrevier“ als UNESCO Weltkulturerbe unter Schutz gestellt wird. Der „Eifeler Mühlstein-Wanderweg“ ist Teil dieses Plans. Die Wege führen überwiegend durch Wald und über Wiesen, lediglich der letzte Abschnitt führt länger über Asphalt. Entschädigt werden die Wanderer aber mit beeindruckenden Einblicken in den Vulkanismus und die Industriegeschichte der Region.

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