Wandercheck Der Slevogtweg in Leinsweiler

Der Slevogtweg führt um und durch das südpfälzische Dorf Leinsweiler. Es ist ein Rundwanderweg von 9,3 Kilometern. Namensgeber der Tour ist der impressionistische Maler Max Slevogt, der viele Jahre seines Lebens im Slevogthof oberhalb von Leinsweiler gelebt und gearbeitet hat. 1868, vor genau 150 Jahren, wurde er geboren. Er starb im Jahr 1932.

Dauer

Als Startpunkt empfehlen wir den Wanderparkplatz oberhalb des Dorfes Leinsweiler. Von dort sollte man den numerisch markierten Slevogt-Tafeln folgen, die viele Werke des berühmten Impressionisten zeigen. Unbedingt "mitnehmen" sollte man auch die kurzen Abstecher zur Familiengrabstätte am Slevogthof und den Abstecher zum Slevogtfelsen.

Blick auf Burg (Foto: SWR, SWR -)
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Spektakuläre Aussichtspunkte

Circa 370 Höhenmeter müssen bewältigt werden. Vier Stunden sollte man dabei einkalkulieren. Etwa in der Mitte der Tour bietet sich eine recht steile Abkürzung über Serpentinen an. Die Tour führt überwiegend durch die Wälder von Leinsweiler zu teils spektakulären Aussichtspunkten. Vom Slevogtfelsen aus hat der Maler die Burg Scharfenberg gemalt. Die nennt der Volksmund die "Münz". Am Wettereck, nicht weit davon entfernt, bietet sich ein fantastischer Blick auf Burg Trifels und den Pfälzerwald.

Highlight: Kombination aus Natur und Kunst

Infotafeln am Slevogtweg (Foto: SWR, SWR -)
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Das Highlight der Tour ist sicher die Kombination von Naturerlebnis und Kunst. Entlang der Route geben zahlreiche Tafeln Einblicke in das Schaffen des Malers. Abbildungen seiner Werke stehen direkt am Wanderweg – genau dort, wo sie Slevogt einst gemalt hat. Malerische Motive wohin man auch schaut: Besonders der Blick auf Burg Trifels hat die Wanderchecker fasziniert – wie bereits den Maler vor rund 100 Jahren. Die Abbildung eines Gemäldes zeigt, wie es hier damals ausgesehen hat.

Zehntkeller (Foto: SWR, SWR -)
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Zum Einkehren empfehlen wir den "Zehntkeller" in der Ortsmitte von Leinsweiler. Hier findet sich für jeden Geschmack etwas. Wer möchte kann hier ein Gläschen Slevogtwein probieren: Sechs Winzer haben anlässlich seines 150. Geburtstages eine Edition mit Etiketten des Künstlers kreiert.

Rund zwei Kilometer des Weges führen über asphaltierte Wege und Straßen. Innerorts gestaltet sich die Orientierung aufgrund spärlicher Wegweiser etwas schwierig. Zudem sind die Wegweiser mit dem Konterfei des Malers generell sehr klein und farblich unauffällig. Also: Augen auf bei der Wanderung.

Fazit

Wir halten den Slevogtweg für absolut empfehlenswert. Nicht nur Kunstinteressierte, sondern auch Naturliebhaber kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.

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