Wandercheck Der Morscheider Grenzpfad

Nur 15 Kilometer von der Großstadt Trier entfernt, liegt die Traumschleife "Morscheider Grenzpfad" in der Verbandsgemeinde Ruwer. Dort gibt es Natur pur. Es geht vorbei an der Burg Sommerau, der Riveristalsperre und Schloss Marienlay.

Unsere Wander-Checker sind: Ilka und Clemens aus Bad Kreuznach – und Alice und Uli. Die beiden Berliner sind gerade im Urlaub hier. Die Vier wandern zum ersten Mal den Morscheider Grenzpfad im Hochwald. Am Wanderparkplatz Schweinspielhütte in Morscheid startet ihre Tour.

Der Wanderparkplatz Schweinspielhütte (Foto: SWR, SWR -)
Der Wanderparkplatz Schweinspielhütte SWR -

Der Morscheider Grenzpfad ist ein Rundwanderweg am Saar-Hunsrück-Steig. Er verläuft entlang der Gemeindegrenze von Morscheid, einem Dorf im Landkreis Trier-Saarburg. Wer die 16 Kilometer lange Strecke komplett wandern will, ist gut fünfeinhalb Stunden unterwegs. Die Strecke bietet viel Natur: Sie führt über Wiesen, durch Wälder – und mitten durch die Weinberge.

Der Pfad geht vorbei an Naturdenkmälern wie dem "Langenstein". Die markante Felsformation entstand vor etwa 400 Millionen Jahren. Der massive Quarzitfelsen ragt fast neun Meter aus dem Boden.

Der "Langenstein" (Foto: SWR, SWR -)
Der "Langenstein" SWR -

Abstecher zur Burgruine lohnt

Wer sich für mittelalterliche Geschichte interessiert, kommt in Sommerau auf seine Kosten. Über einen schmalen Pfad durch die Weinberge erreichen unsere Wander-Checker den kleinen Ort an der Ruwer. Hier lohnt sich ein Abstecher zur Burgruine Sommerau.

Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von einem Trierer Rittergeschlecht erbaut, im Mittelalter von luxemburgische Soldaten geplündert und im Dreißigjährigen Krieg fast komplett zerstört. Ende des 19. Jahrhunderts kauften die Preußen die Burganlage, um sie vor dem völligen Verfall zu retten. Heute ist die Ruine in Privatbesitz und kann zu jeder Zeit besichtigt werden. Ein idealer Platz für eine kleine Wanderpause.

Die Burgruine Sommerau (Foto: SWR, SWR -)
Die Burgruine Sommerau SWR -

Das Highlight ist der Streckenabschnitt entlang der Riveristalsperre. Wie ein Fjord in Finnland liegt der Stausee im Osburger Hochwald. Die Riveristalsperre versorgt den Großraum Trier mit Trinkwasser. Deshalb ist Baden oder Segeln auf dem kristallklaren Wasser auch streng verboten. Ausdrücklich erlaubt sind dagegen erholsame Pausen in absoluter Ruhe.

Stärkung am Wegesrand

Stärken können sich unsere Wander-Checker nur ein paar Meter vom Morscheider Grenzpfad entfernt. Im Landhaus zum Langenstein in Riveris gibt es regionale Küche zu günstigen Preisen.

Riveristalsperre (Foto: SWR, SWR -)
Die Riveristalsperre SWR -

Wer einen guten Wein aus der Region probieren will, der sollte eine Rast im Schloss Marienlay einlegen. Das 100 Jahre alte Schloss aus Schiefergestein ist Sitz des Weingutes "Reichsgraf von Kesselstatt". Nach Voranmeldung kann man gerne einen Blick in das Schloss werfen und bei Geschäftsführer Wolfgang Mertes ein Gläschen probieren.

Fazit

Das Fazit unseres Wanderchecks: Der "Morscheider Grenzpfad" ist ein idealer Rundweg für Wanderer, die viel Natur und gleichzeitig Ruhe und Entspannung erleben wollen.

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