Wandercheck Der "Masdascher" Burgherrenweg

Die Traumschleife "Masdascher" Burgherrenweg ist nominiert für den Titel "Deutschlands schönster Wanderweg 2018". Grund genug, ihn sich anzusehen. Er hat einiges zu bieten – offene Landschaft, romantische Täler, schroffe Schieferfelsen und natürlich eine Burg.

Dauer

Die Traumschleife "Masdascher" Burgherrenweg ist sehr abwechslungsreich. Oft geht es durch offene Landschaft mit Wiesen und Feldern, der Großteil allerdings über Waldwege und durch romantische Bachtäler. Die Schleife ist ein Rundwanderweg mit etwa 13 Kilometern (etwa 4,5 Stunden Wanderzeit) und wird als mittelschwer eingestuft. 465 Höhenmeter sind zu überwinden. Aus den Bachtälern geht es immer wieder steilere Anstiege hinauf, die aber nie besonders lang sind.

Gute Beschilderung – viele Infotafeln

Infotafeln am Rande des Burgherrenweges (Foto: SWR, SWR -)
Infotafeln am Rande des Burgherrenweges SWR -

Belohnt werden Wanderer mit gut gepflegten Wegen sowie Beschilderungen und mit einer Wanderkarte, die an verschiedenen Stellen zum Mitnehmen ausliegt. Abwechslung bringen die vielen Infotafeln. Zum Beispiel über die Windwurffläche, durch die der Weg hinunter führt in das Tal des Mastershausener Baches. Auch über die Kulturgeschichte erfährt man einiges, beispielsweise über die "Kaspersmühle" – eine von vielen Mühlen, die es früher im Tal gab.

Highlight

Die Burgruine "Balduinseck" (Foto: SWR, SWR -)
Die Burgruine "Balduinseck" SWR -

Die Burgruine "Balduinseck" ist das Highlight der Strecke. Die trutzigen Mauern ragen unvermittelt empor. Die kürzlich renovierte Burg war einst Bollwerk des Trierer Erzbischofs gegen die in Kastellaun ansässigen Sponheimer. Für die damalige Zeit um 1330 war sie ein massiver und wuchtiger Bau. In der Fantasie kann man das Mittelalter leicht aufleben lassen.

Einkehrtipp

Die Hängeseilbrücke "Geierlay" (Foto: SWR, SWR -)
Die Hängeseilbrücke "Geierlay" SWR -

Die Wanderkarte empfiehlt, nach der Tour in die "Pfälzer Stube" in Masterhausen einzukehren. Hier gibt es Wanderkost zu bodenständigen Preisen. Auf der Strecke selbst gilt Selbstverpflegung. Es gibt keine Einkehrlokale, aber zahlreiche schöne Bänke und Tische für die Rast. Übrigens: Nicht weit entfernt gibt es besonderen Nervenkitzel – die "Geierlaybrücke". Sie ist ist 360 Meter lang und 100 Meter hoch. Für einen Abstecher sollte man drei Kilometer Weg einplanen.

Fazit:

Die Traumschleife "Masdascher" Burgherrenweg – wer ein wenig auf und ab nicht scheut, erlebt einen abwechslungsreichen, sehr gut gepflegten Wanderweg mit vielen Infotafeln und schönen Landschaftseindrücken.

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