Depressionen bei jungen Menschen (Foto: SWR, SWR -)

Viel mehr als nur ein Stimmungstief Depressionen bei jungen Menschen

Die Depression ist eine der größten Volkskrankheiten. Auch viele Kinder und Jugendliche leiden unter der psychischen Erkrankung. Doch vor allem in der Pubertät sind die Symptome nicht immer direkt erkennbar.

Dauer

Viele junge Menschen kennen die Phasen, in denen man auf nichts Lust hat, alles grau in grau erscheint und man eine große Leere spürt. Während die einen schnell wieder aus solchen Tiefs herausfinden, entwickeln andere eine ernsthafte Depression.

Was sind die Auslöser für Depressionen bei jungen Menschen?

Zu den häufigsten Auslösern gehören familiäre und soziale Belastungen.

  • Schwierigkeiten im Elternhaus, wie beispielsweise die Scheidung von Mutter und Vater, oder auch Mobbing sind häufig die Ursache.
  • Auch die Entwicklungsaufgaben, die im jungen Erwachsenenalter bewältigt werden müssen, überfordern häufig: Die körperliche Veränderung durch die Pubertät, Schulabschluss, Ausbildungs- oder Studienplatz finden, Partnersuche.
  • Zudem können frühere Traumatisierungen oder Angststörungen eine Depression bei jungen Menschen auslösen.

Wie erkennt man eine Depression bei Kindern und Jugendlichen?

Ein typisches Anzeichen ist die Veränderung der Stimmung. Diese ist meist traurig, aber auch gereizt und aggressiv. Auch starke Stimmungsschwankungen können auf eine Depression hinweisen.

Handlungsbedarf besteht außerdem, wenn die Betroffenen allgemeines Desinteresse zeigen und sich stark zurückziehen. (Foto: SWR, SWR -)
Handlungsbedarf besteht, wenn die Betroffenen allgemeines Desinteresse zeigen und sich stark zurückziehen. SWR -

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Depressionen, egal in welchem Alter, werden häufig mit Psychotherapien behandelt. Auch Gesprächspsychotherapien oder systemische Familientherapien können helfen. Je nach Schwere der Depression ist eine Behandlung mit Medikamenten oder auch eine stationäre Behandlung in einer Klinik notwendig.

Wer kann helfen?

Für junge Betroffene ist der Kinderarzt oft eine erste Anlaufstelle. Dieser verweist bei Handlungsbedarf an Fachleute, wie Kinder- und Jugendpsychiater oder Kinder- und Jugendpsychotherapeuten.

Beratungsstellen sind für viele Betroffene hilfreich. Dort können sie sich nicht nur mit Fachleuten, sondern auch mit anderen jungen Menschen, denen es ähnlich geht, austauschen. (Foto: SWR, SWR -)
Beratungsstellen sind für viele Betroffene hilfreich. Dort können sie sich nicht nur mit Fachleuten, sondern auch mit anderen jungen Menschen, denen es ähnlich geht, austauschen. SWR -

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