Blühende, violette Astern (Foto: SWR)

Unser Gartenkalender Prächtige Blüten und reiche Ernte im September

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Unsere Gartenexpertin Heike Boomgaarden besucht dieses Mal den "Kleingartenverein Bitburg" in der Eifel. Sie ist zu Gast im Garten von Bernd und Christiane Weber.

Kleingartenverein Bitburg aus der Luft gesehen mit Parzellen mit kleinen, idyllischen Steinhäusern. (Foto: SWR)
Vor rund 40 Jahren wurde der Kleingartenverein Bitburg gegründet. Es gibt Parzellen mit kleinen, idyllischen Steinhäusern.

Welche Arbeiten sind jetzt im Nutzgarten wichtig?

Im September können die Stangenbohnen geerntet werden.

Unser Tipp: Die Sorte "Blaue Hilde" mal ausprobieren. Eine alte fadenlose Stangenbohne mit dekorativen rosa Blüten und blauen Schoten. Beim Kochen färben sie sich grün. Diese Sorte eignet sich auch gut zum Einfrieren. Vorher aber kurz blanchieren.

  • Im September kann man noch Radieschen aussäen, Knoblauch und Wintersalate ins Beet pflanzen.
  • Als Wintersalate gedeihen jetzt Feldsalat und Endivien gut.
  • Feldsalat kann man als Saatgut oder schon als Jungpflanzen im Handel kaufen. Es gibt grünen und roten.
  • Wichtig: Feldsalat braucht einen lockeren sandigen Boden. Endivien haben viel Vitamin C.

Unser Tipp: Die krause Endivie mal probieren. Im Hochbeet gezogen und mit Folie abgedeckt kann man die Erntezeit im Freien um vier Wochen verlängern.

Wie sieht es beim Obst aus?

Jetzt werden neue Rhabarber-Pflanzen gesetzt. Rhabarber braucht einen sonnigen bis halbschattigen Platz und vor allem ganz viele Nährstoffe: Kompost oder organischen Dünger.

Im Monat September ist auch die beste Zeit um Johannisbeersträucher zu vermehren.

Tipp unserer Expertin: Von der Mutterpflanze etwa 15 Zentimeter lange Triebe abschneiden. Etwa drei bis fünf Blätter dran lassen, die übrigen abstreifen. Diese werden dann zur Hälfte abgeschnitten, um die Verdunstung zu reduzieren. Anschließend die Stecklinge in ein feuchtes Erde-Sandgemisch stecken und abwarten. Nach ein paar Wochen haben die Stecklinge Wurzeln gezogen.

Was gibt es im Ziergarten zu tun?

Auch für den Frühling im nächsten Jahr können jetzt schon Blumenzwiebeln gepflanzt werden. Es gibt neue Sorten: "Chamäleontulpen", sie verändern dreimal ihre Farbe.

Jetzt können auch die Samen von zweijährigen Blumen ausgesät werden. Zum Beispiel Goldlack, Vergissmeinnicht, Bartnelke oder Glockenblumen. Einfach an einen sonnigen Platz ins Beet streuen und ein bisschen festdrücken.

  • Für Insekten gibt es jetzt Herbstastern in unterschiedlichen Farben und Größen.
  • Rau- und Glattblattastern können bis zu 150 Zentimeter hoch werden und vermehren sich von Jahr zu Jahr über Ausläufer.
  • Kissenastern bleiben kompakt und werden nur etwa 40 Zentimeter hoch.

Alle Astern sind robust und mehrjährig. Vor und während der Blüte benötigen sie besonders viel Wasser, sonst werden ihre Blätter schnell trocken und die Pflanzen sind eher anfällig für "echten Mehltau".

Blau blühender Mönchspfeffer (Foto: SWR)
Insekten lieben den prächtig blühenden Mönchspfeffer
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