Unser Gartenkalender Im Juni ist Gemüsezeit

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Gartenexpertin Heike Boomgaarden besucht die Kleingartenanlage "Am Martinsberg" in Bad Kreuznach. Mit mehr als 70 Gärten eine kleine, aber sehr idyllische Anlage, wo in diesem Jahr das 60-jähriges Jubiläum gefeiert wird. Fast in jedem Garten wird noch Gemüse angebaut.

Heike Boomgaarden besucht den Garten von Elfriede Lüdke. Die 82-jährige Rentnerin besitzt eine 300 Quadratmeter große Gartenoase. Überall gibt es Rosen und viele Blumen für Insekten. Auch ein Nutzbeet mit Gemüse und Obst und - einen kleinen Teich mit Fröschen.

Elfriede Lüdke, 82, in ihrem Garten (Foto: SWR)
Elfriede Lüdke besitzt "Am Martinsberg" eine Gartenoase. Dort genießt sie die Blütenpracht.

Welche Arbeiten fallen jetzt im Juni an?

Jetzt können die Tomaten ins Beet. Am liebsten stehen Tomaten in der Sonne und brauchen ganz viele Nährstoffe.

  • Kompost oder Pferdeäpfel-Pellets werden zur Düngung empfohlen.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will und die Tomaten vor Pilzkrankheiten schützen möchte, überdacht sie.
  • Es empfiehlt sich, die Tomaten abzuhärten. Das heißt am Anfang nicht jeden Tag gießen, dann bilden sie längere Wurzeln und überstehen später die heißen Tage besser.
  • Außerdem die Tomaten schräg setzen, damit sie mehr Wurzeln ausbilden. So können sie mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen.

Die kleinste Tomate der Welt ist die "Johannisbeertomate" (lycopersicon esculentum). Sie besitzt einen hohen Zuckergehalt. Idealer Standort: sonnig und gut durchlässiger Boden.

Schokoladentomate "Kakao". Bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Staunässe unbedingt vermeiden. Tomate mit intensivem Geschmack.

Auch die Zucchini können jetzt gepflanzt werden. Tipp: einfach auf den Kompost setzen, denn Zucchini brauchen viele Nährstoffe.

Runde Zucchini (Foto: SWR)
Eine mediterrane Sorte: "Runde Zucchini". Ideal, umsie mit Hackfleisch zu befüllen.

Was gibt es im Ziergarten zu tun?

Für Insekten kann man jetzt Salbei pflanzen. Unser Tipp: "Mehlsalbei". Ein Salbei mit großen blauen Blüten, der den ganzen Sommer bis in den Herbst blüht. Der Mehlsalbei liebt einen sonnigen Platz, aber er muss im Haus überwintern.

Der Mehlsalbei blüht ununterbrochen bis in den Herbst hinein. (Foto: SWR)
Der Mehlsalbei blüht ununterbrochen bis in den Herbst hinein.

Für Insekten kann man noch mehr tun. Wildblumen wachsen in Lehm-Sandkugeln besonders gut. Die Samen haben genug Feuchtigkeit und werden nicht so schnell von Vögeln gefressen. Überall wo es kahle Flächen gibt - einfach hinwerfen. Dann entstehen nach ein paar Wochen Blumeninseln.

Woran sollte man noch denken?

Jetzt im Juni bekommen Rosen häufig "echten Mehltaupilz". Hier kann Vollmilch mit 3,8 Prozent Fett helfen. Die Milch wird zu 50 Prozent mit Wasser verdünnt und dann auf die Blätter gespritzt. Mehrmals wiederholen. Das Lecithin in der Milch legt sich wie ein Schutz über die Blätter.

Um lästige Mücken zu vertreiben, kann man sich eine Duftgeranie auf den Tisch stellen. Es gibt eine neue Sorte: die "Zitrone". Den Zitrusduft mögen die Mücken nicht. Und im Sommer bilden sich noch schöne rosa Blüten.

Fazit

STAND