Unser Gartenkalender Im August ist Erntezeit

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Wer gesät hat, kann jetzt ernten. Im Garten können Salatgurken, Auberginen, Zucchini, Kürbisse und Tomaten geerntet werden - bei optimaler Bewässerung in der heißen Jahreszeit.

Unsere Gartenexpertin Heike Boomgaarden besucht dieses Mal die Kleingartenanlage "Rosengarten" bei Frankenthal in der Pfalz.

 Heike Boomgaarden besucht Wolfgang Hepp in der Kleingartenanlage "Rosengarten". (Foto: SWR)
Unsere Expertin Heike Boomgaarden besucht Wolfgang Hepp. Seit 10 Jahren kümmert sich der Hobbygärtner um sein Grundstück in der Kleingartenanlage "Rosengarten".

Vor rund 50 Jahren wurde der Verein gegründet. Heute gibt es mehr als 360 Gärten und fast überall wird noch Gemüse angebaut. Der August ist normalerweise der heißeste Monat im Jahr, deswegen brauchen die Pflanzen besonders viel Wasser und Stärkungsmittel.

Was gibt es im August im Nutzgarten zu tun?

Jetzt sind im Nutzgarten die Tomaten reif. Unsere Expertin rät: Tomaten immer ausgeizen, damit die Kraft in die Früchte geht und man eine gute Ernte bekommt. Beim Ausgeizen wird der Trieb in der Stengelachse herausgenommen. Tomaten brauchen besonders viel Wasser und Nährstoffe.

Wer seine Lieblingstomate auch im nächsten Jahr genießen möchte, der kann sich die Kerne aufheben. Am besten die Kerne auf ein Krepppapier legen und trocknen lassen. Tomatenkerne sind mindestens zwei Jahre keimfähig.

Wie sieht es im August im Obstgarten aus?

Wer einen kleinen Garten oder nur einen Balkon hat, kann es mit Säulenobst probieren.

Säulenbaum trägt reife Zwetschgen (Foto: SWR)
Säulenbäume tragen Obst auf engstem Raum, zum Beispiel Zwetschgen.

Vorteil: Säulenobst braucht nicht viel Platz. Der Handel bietet Säulenobst mit verschiedenen Sorten an wie Zwetschgen, Mirabellen, Pfirsiche, Birnen und Äpfel. Nachteil: Säulenobst muss etwas mehr in Form geschnitten werden. Ansonsten werden die Bäume genauso gepflegt wie andere Obstbäume.

Aufgrund der mediterranen klimatischen Bedingungen kann man auch exotische Bäume ausprobieren. Folgende Sorten wachsen mittlerweile bei uns:

  • Der „Granatapfel“ wächst auch im Kübel gut. Beim „Granatapfel“ verwendet man die fruchtigen Kerne.
  • Die „Paw-paw“ - auch „Indianerbanane“ genannt - hat kleine gebogene, süße Früchte. Sie schmecken zwar nach Banane, sind aber keine echten Bananen. Die Schale kann nicht mitgegessen werden.
  • „Kaki“ – auch „Dattelpflaume“ genannt. Die „Kaki“ wird so groß wie ein Apfel. Sie hat rot-orangene Früchte, die so süß schmecken wie Pflaumen. Die „Kaki“-Frucht kann mit der Schale gegessen werden.

Wie sieht es im August im Ziergarten aus?

Trockenheit und hohe Temperaturen bedeuten für viele Pflanzen Stress. Nicht so für die wasserspeichernden Gewächse, die Sukkulenten. Man erkennt sie an ihren dickfleischigen Blättern.

  • Es gibt viele unterschiedliche Sorten wie "Sternwurz", "Mauerpfeffer", "Sedum" oder "Dachwurz", die sich in Größe, Blattfärbung und Blüten unterscheiden.
  • Alle sind pflegeleicht und brauchen einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Und ein Substrat aus Erde und Sand.
  • Am liebsten wachsen sie zwischen Steinen und in Mauernischen.
Dauer

Sukkulenten sind ideal für den Steingarten:

  • Mit ihren Blüten ziehen sie die unterschiedlichsten Insekten an. Besonders Wildbienen und Wildwespen lieben die nährstoffreichen Blüten, die manchmal wie Hochblüten über der Mutterpflanze schweben.
  • Honigbienen lieben die Mauerpfeffer- und Sedumarten.
  • Ableger lassen sich ganz einfach von der Mutterpflanze trennen und ganz unkompliziert vermehren: Einfach den Ableger in die Erde setzen - fertig.
  • Ansonsten vermehren sich die Pflanzen auch an Ort und Stelle. Außerdem können die Sukkulenten Jahrzehnte alt werden.

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