Tag des europäischen Notrufs 112 - die Notrufnummer in ganz Europa

Rettungshund vor einem Europaplakat mit den gelben Sternen und der Aufschrift Notruf 112 europaweit (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Europaweite Notruf-Nummer picture-alliance / dpa -

Seit 2008 kann man unter der Nummer 112 europaweit Hilfe rufen. Damit sich den Menschen diese Nummer einprägt, hat das Europaparlament den 11. Februar zum Tag des europäischen Notrufs erklärt. Aufklärung tut in jedem Fall Not, denn nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland wird die Notfallnummer 112 nicht immer rechtzeitig gewählt.

In Rheinland-Pfalz gibt es acht Leitstellen, in denen Notrufe eingehen. Die Leitstelle Landau ist die modernste und mit der neusten Technik ausgestattet. Wir demonstrieren einige Notfälle, um zu zeigen, wie dort gearbeitet wird, um im Fall der Fälle schnellst möglich die Sanitäter zum Einsatzort zu bringen.

Ein Apple Telefon mit einer Notrufnummer auf dem Display (Foto: SWR, SWR -)
112 - diese Nummer sollte man im Schlaf können SWR -

Ein Europa – eine Notrufnummer

Nur drei Ziffern: die 112 ist der Notruf schlechthin, eine Zahlenkombination, die man im Schlaf können sollte, denn sie kann Leben retten. Noch immer wissen viele Deutsche nicht, dass sie auch im Ausland unter der 112 schnell Hilfe rufen können. Ein Notruf läuft im Ausland nach genau den gleichen Regeln ab, wie in Deutschland.

Nachdem die 112 gewählt wurde - was überall kostenfrei ist - wird man automatisch mit der nächstliegenden Einsatzstelle verbunden. Dort werden alle wichtigen Informationen abgefragt, um die geeigneten Rettungsmittel einzusetzen.

Manche Rettungsleitstellen können den Anrufer und Ersthelfer während der Notfallsituation telefonisch begleiten und die notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen telefonisch erklären und den Helfenden anleiten. Die genaue Notfall und Unfallmeldung ist für die Rettungskräfte sehr wichtig, da sie sich anhand der Informationen genau auf den Notfall vorbereiten können.

Bei einem Notfall sollten Helfer die fünf Ws berücksichtigen und knapp und präzise antworten.

Wann ist ein Notruf notwendig?

Bei einem Verkehrsunfall oder einem medizinischen Notfall ist es auf alle Fälle richtig, die 112 zu wählen. Doch was tun, wenn man außerhalb der Sprechzeiten Beschwerden hat, mit denen man normalerweise den Hausarzt aufsuchen würde?

Die Zahl der Fehleinsätze ist in den letzten Jahren konstant angestiegen. Wenn es sich um keinen akuten Notfall handelt gibt das DRK folgende Empfehlungen:

1. Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden hilft der Hausarzt oder, wenn dieser nicht dienstbereit ist, der Ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117).

2. Bei persönlichen Nöten kann man die Telefonseelsorge unter der 0800 111 0 111 anrufen.

3. Hausarzt-Vertretung: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 - Der Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen ist bundesweit für Patienten gedacht, die außerhalb der Sprechzeiten des Hausarztes eine dringende ambulante Behandlung benötigen – sich aber nicht in einer lebensbedrohlichen Situation befinden.

Neben speziellen Bereitschaftsdienstpraxen bieten viele Kassenärztliche Vereinigungen auch einen Hausbesuchsdienst an. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist der richtige Kontakt beispielsweise bei hohem Fieber in der Nacht oder einer akuten Magenverstimmung am Wochenende, wenn man normalerweise zum Hausarzt gehen würde.

Gift-Notruf

Der Gift-Notruf hat keine bundesweit einheitliche Nummer. Die zuständige Giftinformationszentrale für Rheinland-Pfalz erreicht man in Mainz unter der Nummer 06131-19240. Der Gift-Notruf gibt Tipps zur Ersten Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder kann Entwarnung bei harmlosen Substanzen geben.

Wenn Übelkeit, Krämpfe, Erbrechen, Schweißausbrüche, geistige Verwirrtheit, Unruhe oder Schläfrigkeit nach Kontakt mit verdächtigen Substanzen auftreten, sollte man allerdings gleich den Notruf 112 alarmieren.

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