Frau mit Kopfschmerzen nimmt eine Aspirin, die sich im Wasser auflöst (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)

Starthilfe am Tag danach Wenn uns der Kater ausbremst

Zunächst mag Alkoholgenuss die Stimmung heben und angenehm sein. Die Gefäße weiten sich, der Kreislauf wird angeregt, der Körper schüttet das Glückshormon Dopamin aus. Aber: der Katzenjammer folgt später. Am Tag danach braucht man schon mal Starthilfe.

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Gerade an den tollen Tagen trinkt man schnell mehr als einem gut tut.

Was passiert überhaupt beim Kater?

Alkohol hemmt ein Hormon, das den Wasserhaushalt des Körpers regelt.

  • Je mehr wir trinken, desto mehr Wasser verliert der Körper. Das ist der Hauptgrund für den Kater danach.
  • In der Leber entstehen beim Abbau des Alkohols Giftstoffe, sie verursachen Übelkeit und beeinträchtigen die Herzleistung.
  • Das Gehirn bekommt zu wenig Sauerstoff, die Kopfschmerzen werden unerträglich.
  • Der gesamte Mineralstoffhaushalt des Körpers gerät durcheinander.

Wie viel Alkohol ist unbedenklich?

Jugendliche bis 16 sind körperlich noch voll in der Entwicklung. So fehlt ihnen zum Beispiel ein Enzym zum Alkoholabbau. Deshalb werden schneller betrunken.

Erwachsene Frauen sollten nicht mehr als ein Standardglas Alkohol am Tag trinken: Ein kleines Glas Bier oder ein Glas Wein oder einen Schnaps. Dann sollte Schluss sein (Foto: SWR, SWR -)
Frauen vertragen weniger Alkohol als Männer. SWR -

Erwachsene Frauen sollten nicht mehr als ein Standardglas Alkohol am Tag trinken: Ein kleines Glas Bier oder ein Glas Wein oder einen Schnaps. Dann sollte Schluss sein. Männer vertragen mehr als Frauen. Das hat verschiedene Ursachen, so baut die männliche Leber Alkohol etwas schneller ab als die weibliche. Pro Tag gehen da zwei Bier oder zwei Wein oder zwei Schnäpse.

Wer sich an den tollen Tagen nicht dran hält, muss seinen Körper später wieder ins Gleichgewicht bringen.

Welche Mittel helfen denn nun wirklich?

Dr. Christoph Beyerlein-Buchner von der Südpfalz-Klinik Germersheim hat einige Ratschläge parat: "Erstens: Weniger Trinken! Zweitens: Wenn schon trinken, dann sehr viel Flüssigkeit – alkoholfreie Flüssigkeit, wohlgemerkt – dazu und drittens: Gezielte Bekämpfung von spezifischen Katersymptomen, die bei jedem Menschen unterschiedlich sind."

Spezifische Symptome erfordern spezifische Maßnahmen: Rollmops, fettige Pommes. Alles Salzige und Deftige, was die angeschlagene Mineralstoffbilanz im Körper wieder in Ordnung bringt. Da hilft das rohe Ei in Tomatensaft ebenso gut wie die Mineraltablette.

Auch andere wundersame Mittel sollen helfen: Gurkensaft mit Maggi und Zwiebeln, Nutella, Worscht, Woi, Wasser.

Wie bekomme ich erst gar keinen Kater?

Dr. Christoph Beyerlein-Buchner: "Wenn Sie Öl oder Fett essen und darauf trinken, haben Sie eine gewisse Chance, mehr trinken zu können, ohne einen Kater zu bekommen. Durch diese Öle wird weniger Alkohol in den Körper aufgenommen und mehr Alkohol bereits im Magen abgebaut, bevor der Körper betreten wird."

Fazit

Rezepte für Starthilfen am Tag danach!

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