Schokolade - die leckere Versuchung (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)

Nicht nur zur Adventszeit Schokolade - die leckere Versuchung

Gerade jetzt zur Adventszeit kommt man nicht umhin, Süßes zu naschen. Aber nicht nur dann. Knapp zehn Kilogramm Schokolade isst jeder Deutsche pro Jahr, das sind sage und schreibe 90 Tafeln Schokolade.

Dauer

Schokolade ist nicht gleich Schokolade, das zeigte auch jüngst eine Untersuchung der Stiftung Warentest. Demnach erhielt die teuerste Schokolade nur ein "ausreichend" und die vergleichsweise günstige Bio-Schokolade wurde mit der Note 1,9 am besten bewertet.

Wie wird Schokolade gemacht?

Der Grundstoff für jede Schokolade ist Kakao. Gewonnen wird er aus Kakaobohnen. Die allerdings wachsen bei uns, sondern in tropischen Ländern in Südamerika oder Afrika. Sie werden dort geerntet, getrocknet, und sind erst mal nur bitter schmeckende Kakaobohnen.

Christine Jung aus Ingelheim ist eine von insgesamt 12 Schokoladen-Sommeliers in Deutschland. (Foto: SWR, SWR -)
Christine Jung aus Ingelheim ist eine von insgesamt 12 Schokoladen-Sommeliers in Deutschland. Sie erzählt, dass der Prozess von der Kakaobohne bis zur Schokoladen-Herstellung sehr zeitaufwändig ist. SWR -

Gelangen die Kakaobohnen nach Deutschland, werden die Bohnen geröstet, vermahlen und mit weiteren Rohstoffen im sogenannten Melangeur vermischt.

Anschließend wird die Schokoladenmasse conchiert! Das heißt, die fein geriebene Schokolade wird durch ständiges Umrühren zu einer cremigen Masse. Außerdem werden dabei die unangenehmen Bitteraromen rausgezogen. Bei diesem Prozess verliert die Schokolade Feuchtigkeit. Dieser gesamte Prozess des Conchierens dauert cirka 72 Stunden.

Das ist aufwändig und auch teuer, weshalb kleine Schoko-Manufakturen ihre Schokoladen bei ausgewählten Herstellern einkaufen und sie dann zu Pralinen oder Tafelschokolade weiter verarbeiten.

Was steckt drin in der Schokolade?

  • Bei Milchschokolade kommt Milchpulver dazu.
  • Bei Bitterschokolade ist der Kakao-Anteil wesentlich höher als bei Milchschokolade. Hier beträgt er knapp 25 Prozent.
  • An der weißen Schokolade scheiden sich die Geister: manche sagen, das sei gar keine Schokolade, weil nur Milchpulver und Zucker enthalten seien.

Unsere Expertin Christine Jung ist da anderer Meinung: In weißer Schokolade sei vor allem auch Kakaobutter enthalten, ein ganz hochwertiger Stoff, und deshalb sei weiße Schokolade auch Schokolade.

Wann ist Schokolade gefährlich?

Laut einer aktuellen Studie ist das tägliche Naschen einer viertel Tafel Schokolade – also 25 g - unbedenklich. (Foto: SWR, SWR -)
Laut einer aktuellen Studie ist das tägliche Naschen einer viertel Tafel Schokolade – also 25 g - unbedenklich. Trotzdem gilt: Schokolade ist ein Dickmacher, wegen des vielen Zuckers, des Kakaoanteils und der Kakaobutter. SWR -

Weniger Zucker ist in Bitterschokolade enthalten. Dafür aber auch leider das gefährliche Schwermetall Cadmium. Ein natürlicher Schadstoff, der bereits aus dem Boden über die Kakaopflanze aufgenommen wird.

Die Menge ist zwar gering und nicht gesundheitsgefährdend, trotzdem sollte man sich dessen bewusst sein.

Die Stiftung Warentest fand bei ihrer aktuellen Untersuchung außerdem heraus, dass ausgerechnet die teuerste Schokolade mit Nickel belastet ist! Die mit knapp einem Euro günstige Bio-Schokolade erhielt die beste Bewertung. Gute Schokolade ist also keine Frage des Geldes.

Was macht eine gute Schokolade aus?

Beim Bruch macht eine qualitativ hochwertige Schokolade einen relativ lauten Knack, die Abbruchkanten sind klar definiert und glatt, sie riecht aromatisch nach Kakao.

Um dieses Aroma lange zu erhalten empfiehlt die Schoko-Sommeliere Christine Jung, Schokolade nicht im Kühlschrank oder in der Speisekammer zusammen mit Zwiebeln und Kartoffeln zu lagern. Die Kälte entziehe ihr das Aroma und sie nehme andererseits das Aroma von anderen Lebensmitteln auf.

Übrigens: die teuerste Schokolade der Welt gibt es für rund 350 Dollar. Sie stammt aus Ecuador, aus einer 5.300 Jahre alten Kakao-Sorte namens "Nacional".

Fazit

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