Kultiger Küchen-Klassiker feiert Jubiläum Der Römertopf wird fünfzig

2017 feiert der Küchen-Klassiker aus dem Westerwald, genauer aus Ransbach-Baumbach, Jubiläum. Seit ein paar Jahren erlebt der Römertopf eine Renaissance - nicht zuletzt, weil gesundheitsbewusste Ernährung ein großes Thema ist. In 50 Jahren wurden rund 25 Millionen der kultigen Ton-Töpfe verkauft.

Essen aus dem Römertopf: kalorienarm und vitaminreich. Es schmeckt nicht nur richtig gut, mit dem Schmortopf spart man auch noch viel Zeit.

Wer hat den Römertopf entwickelt?

Auch wenn es nicht zunächst nicht so klingt. Erfunden haben ihn die Deutschen. Otto Gatzke, Geschäftsführer der Firma "Römertopf", erinnert sich:

Römertopf - Geschäftsführer (Foto: SWR, SWR -)
Otto Gatzke, Firma "Römertopf" SWR -

"Mitte der 60erJahre hat der damalige Inhaber der Firma Römertopf auf einer Italienreise überlegt, wie früher im Altertum Speisen zubereitet wurden, und er hatte die Idee, das mal in einem Tongefäß zu versuchen. Da er auf Rom-Reise war, hat er das Ganze dann Römertopf genannt."

Die Römer galten als Gourmets und bevorzugten Speisen, die in Tontöpfen zubereitet wurden. Aus dem klassischen Römertopf gingen in 50 Jahren viele Varianten hervor. Über 40 Artikel gibt es heute. Sogar feuerfeste Römer-Töpfe für den Einsatz am Grill gibt es.

Wie wird der Römertopf hergestellt?

Der Ton wird in der Grube bei Meudt im Westerwald abgebaut. Hier kommt er seit Tausenden von Jahren in verschiedenen Schichten vor. Nachdem der Ton auf Lebensmittelechtheit geprüft wurde, vermengt man ihn im Produktionsbetrieb zuerst mit Wasser. Das macht ihn geschmeidiger für die Verarbeitung.

Doch damit ist der Tontopf noch längst nicht fertig. Nach dem Pressen ist der Topf rau und muss poliert werden. Zum Schluss geht es dann zum Brennen in den über 1.000 Grad heißen Ofen, sechs Stunden lang. 2.500 Stück entstehen so jeden Tag. 2017 gibt es zur Feier des runden Geburtstages eine spezielle Jubiläumsedition.

Welche Gerichte lassen sich im Römertopf zubereiten?

Man kann im Römertopf alle Fleischsorten zubereiten: Wild, Schwein, Rind, Lamm, Geflügel, Fischsorten - und das auch noch mit allen Beilagen. Man kann Aufläufe drin machen, Eintöpfe und auch Brot backen.

Beim Garen im eigenen Saft bleiben Vitamine und Aromen erhalten, fettarmes und vitalstoffreiches Essen ist garantiert.

Leckeres aus dem Römertopf

Worauf sollte man achten?

Wichtig! Der Römertopf muss vor Gebrauch etwa 15 Minuten lang gewässert werden. Die Poren im Ton saugen sich voll Wasser und geben es beim Garen wieder ab. So bleiben die Speisen im Römertopf frisch und saftig. Öl oder Fett braucht man in keinem Fall. Trotzdem kann das Essen nicht anbrennen.

Fazit

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