Köstlich, vielseitig, gesund Darum ist Wurzelgemüse ein Nährstoffwunder

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Wurzelgemüse gibt es in Hülle und Fülle. Es zählt zu den vielseitigsten Zutaten unserer Küche und zu den ältesten Lebensmitteln überhaupt. Schon in der Steinzeit hat man nach essbaren Wurzeln gegraben. Für unsere Vorfahren war es ein Grundnahrungsmittel. Heute erleben Wurzeln und Rüben eine Renaissance in der Gourmet-Küche.

Wurzelgemüse war früher kleiner, nicht so süß und enthielt mehr Bitterstoffe als heute. Erst im Mittelalter begann man mit der Zucht von dickeren und nährstoffreicheren Wurzeln, um die wachsende Bevölkerung satt zu kriegen.

Nach dem Krieg aß man zum Beispiel häufig Steckrüben, es gab sonst nichts. Deshalb galt das Wurzelgemüse lange Zeit als "Arme-Leute-Essen". Heute gibt es davon viele Sorten in vielen Geschmacksrichtungen und Farben.

Frau an Marktstand , vor sich verschiedene, marktfrische Gemüsesorten (Foto: SWR)
Gemüse am liebsten direkt vom Erzeuger. Nichts geht über marktfrische Ware aus der Region.

Diese Gemüse zählen zum Wurzelgemüse

Die Bezeichnung Wurzelgemüse ist keine botanische Klassifizierung, sondern wird hauptsächlich in der Gastronomie und im Handel verwendet. Dazu gehören:

  • Knollensellerie,
  • Pastinaken,
  • Petersilienwurzeln,
  • Radieschen,
  • Rettich,
  • Rote Bete,
  • Schwarzwurzeln,
  • Speiserüben,
  • Steckrüben,
  • Süßkartoffel,
  • Topinambur,
  • Yacon.

So gesund ist Wurzelgemüse

Als Wurzelgemüse bezeichnet man die Speicherorgane der Pflanzen. Das sind Wurzeln und Rüben, die sich unterirdisch bilden. Darin sind besonders viele Vitamine, Mineral- und Nährstoffe enthalten, die die Pflanze zum Wachsen braucht. Wurzelgemüse hat deshalb mehr Nährstoffe als Blattgemüse.

Das Gemüse hat es in sich:

  • 200 Gramm Sellerie zum Beispiel decken den Tagesbedarf an Vitamin C.
  • Es stärkt das Immunsystem, die Sehkraft und hilft bei Magenproblemen.
  • Rettich, Radieschen, Yacon und Sellerie enthalten Senföle, die gegen grippale Infekte wirken, weil sie Bakterien abtöten.
  • Pastinaken und Schwarzwurzeln sind gut verträglich für Diabetiker, wegen des Ballaststoffs Inulin, der von Bakterien, die für eine gesunde Darmflora wichtig sind, im Darm verarbeitet wird.
Tüten mit Gemüse-Chips (Foto: SWR)
Getrocknet wenig wertvoll: Gemüse-Chips haben im Vergleich zum frischen Gemüse kaum noch Vitalstoffe.

So behandelt man Wurzelgemüse am besten

  • Ohne Folie im Gemüsefach im Kühlschrank lagern - Schimmelbildung vermeiden.
  • Am besten frisch verzehren oder einfrieren - die Nährstoffe erhalten.
  • Vor dem Einfrieren waschen, putzen und in reichlich Salzwasser ein bis zwei Minuten kochen.
  • Nicht zu empfehlen: in der Dose, im Glas oder als Chips - Vitaminverlust.
  • Karotten, Radieschen, Rettich und Sellerie am besten roh essen.
  • Alles andere am besten kochen.

Fazit

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