Die von Schimmel befallenem Wand einer Wohnung in der Kiefernstraße in Düsseldorf, aufgenommen am Mittwoch (07.06.2006). (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)

Gesundheitsgefahr in den eigenen vier Wänden Wenn Wohngifte zur Belastung werden

Sich wohl fühlen in einem schönen Heim: ein Wunsch, der nicht immer in Erfüllung geht. In manchen Häusern lauern versteckte Wohngifte. Und die können krank machen.

Dauer

Welche Wohngifte gibt es?

Der Baubiologe Georg Frank aus Heltersberg in der Südwestpfalz beschäftigt mit Wohngiften – zum Beispiel bei der Sanierung von Häusern.

Für den Experten Georg Frank ist klar: Wohngift Nummer eins sind Schimmelpilze. (Foto: SWR, SWR -)
Für den Experten Georg Frank ist klar: Wohngift Nummer eins sind Schimmelpilze. SWR -

Aber es gibt noch weitere Wohngifte:

  • So kommen in einigen Regionen von Rheinland-Pfalz in den Böden hohe Radonbelastungen vor, ein natürliches, radioaktives Gas, das mal stärker, mal schwächer in die Häuser eindringt.

Schuld an dem Eindringen sind undichte Stellen im Fundament. Reichert sich das Gas im Haus an, kann Radon, über Jahre gesehen, zu Lungenkrebs führen.

  • Ein Problem ist Asbest. Früher wurde es oft verwendet. Wenn es fest verbaut ist, macht es auch heute noch in der Regel keine Probleme. Schwierig wird es, wenn Asbest entfernt wird.
  • Weitere Wohngifte sind Formaldehyd-Ausgasungen aus Spanplatten oder Laminatböden, Ausdünstungen von Lacken oder Weichmacher aus PVC-Fußböden.

Wie entdecke ich Wohngifte?

Schimmel kann man oft gut sehen. Zumindest dann, wenn er nicht hinter Holzverkleidungen versteckt ist.

Verstecktem Schimmel kann am besten über eine Raumluftmessung auf die Spur kommen. (Foto: SWR, SWR -)
Verstecktem Schimmel kann am besten über eine Raumluftmessung auf die Spur kommen. SWR -

Radon dagegen kann man nur durch Messen entdecken. Zum Beispiel mit sogenannten Radon-Dosimetern.

Besonders schwierig ist es bei Asbest. Der Stoff kann gerade in älteren Häusern an vielen Stellen stecken.

Skeptisch sollte man ebenfalls sein, wenn es in der Wohnung riecht, dann ist die Gefahr von Schadstoffen recht groß. Allerdings hilft auch hier nur messen, um zu erfahren, welche Stoffe in welcher Konzentration vorhanden sind.

Was kann man gegen Wohngifte machen?

Um Schimmel vorzubeugen, hilft oft häufiges Lüften und Heizen. (Foto: SWR, SWR -)
Um Schimmel vorzubeugen, hilft oft häufiges Lüften und Heizen. SWR -

Ist er bereits da, sollte je nach Umfang des Befalls ein Experte einbezogen werden.

Ist das Haus von Radon betroffen – muss der Keller zum Erdreich hin komplett abgedichtet werden. Alternativ kann man zum Beispiel auch durch häufiges Lüften die Belastung reduzieren.

Um eine Asbestbelastung zu vermeiden, sollte vor jeder Haussanierung auf jeden Fall geprüft werden, wo sich Asbest befindet. Gleiches gilt für andere Altlasten wie giftige Holzschutzmittel.

Fazit

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