Glaukom Früherkennung (Foto: SWR, SWR -)

Gegen heimtückische Erblindung Schonende Therapie bei Glaukom

Wer eine Brille trägt, weiß, dass ein Auge nicht ein Leben lang gleich leistungsfähig bleibt. Die Sehkraft kann nachlassen. Schlimmer ist es, wenn ein Glaukom die Ursache ist, der grüne Star. Davon betroffen sind knapp eine Million Deutsche.

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Der Grüne Star ist eine heimtückische Augenkrankheit, weil die Betroffenen lange nichts davon merken und dann plötzlich erblinden können. An der Mainzer Augenklinik der Universitätsmedizin wird der Grüne Star inzwischen mit einer besonders schonenden Technik operiert.

Was ist der Grüne Star?

Ein Glaukom - oder im Volksmund "Grüner Star" genannt - haben knapp eine Million Menschen in Deutschland. Die meisten wissen davon nichts. Aber schon lange bevor echte Beschwerden auftreten, wird der Sehnerv nach und nach geschädigt.

Wie gefährlich ist die Erkrankung?

Regelmäßige Augenkontrolle hilft vorzubeugen (Foto: SWR, SWR -)
Ab dem 40. Lebensjahr wird eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt empfohlen. Gerade weil der grüne Star erst auffällt, wenn schon viel von der Sehkraft verloren gegangen ist. SWR -

Der Grüne Star führt auch zu Erblindung, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird. Häufig wird die Krankheit vererbt. Was aber der eindeutige Auslöser ist, weiß die Medizin bisher nicht. In der Regel kann ein Glaukom schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Im Anfangsstadium können Augentropfen zur Behandlung reichen. Manche Patienten können den Grünen Star damit über Jahrzehnte stoppen oder hinauszögern. Reichen Augentropfen allerdings nicht mehr, ist oft eine Operation nötig. Die Krankenhäuser haben Routine mit dieser Krankheit, in Mainz gibt es seit zwei Jahren den minimalinvasiven Eingriff.

Minimalinvasiver Eingriff (Foto: SWR, SWR -)
Statt wie früher 30 Minuten dauert die Operation nur noch 5 Minuten. SWR -

Bei einer Operation erfüllt ein Röhrchen, das so dünn wie ein menschliches Haar ist, die Funktion eines Abflussrohrs. Überschüssiges Augenwasser wird unter die Bindehaut geleitet, um Druck vom Sehnerv zu nehmen. Das winzige Röhrchen ist für den Patienten nicht zu spüren und kann ein Leben lang im Auge verbleiben.

Fazit

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