Blutspende (Foto: SWR, SWR -)

Die Bereitschaft zur Blutspende sinkt Blut spenden - Leben retten

Die Bereitschaft, Blut zu spenden, nimmt seit Jahren ab. Vor acht Jahren lag die Zahl der Blutspenden noch bei über 200.000, im vergangenen Jahr waren es weniger als 150.000.

Dauer

Eine Erklärung für den Rückgang haben die Verantwortlichen des Deutschen Roten Kreuzes dafür nicht. Noch mehr Sorgen als dieser generelle Rückgang der Spender machen die immer weniger neuen Spender. Deren Zahl ist im gleichen Zeitraum zwischen 2011 und 2018 um neunzehn Prozent zurückgegangen.

Vor allem der demographische Wandel ist eine große Herausforderung. Die Menschen werden älter und diejenigen, die heute Blut spenden, fallen irgendwann aus Altersgründen weg oder werden selbst zu Empfängern von Blutspenden.

Weshalb ist Blutspenden wichtig? 

Zehntausende spenden Blut, viele von ihnen regelmäßig.

Blut ist überlebenswichtig, nicht nur chronisch Kranke sind auf Blutkonserven angewiesen. Sie sind auch unerlässlich bei Operationen oder bei der Versorgung von Unfallopfern. (Foto: SWR, SWR -)
Blut ist überlebenswichtig, nicht nur chronisch Kranke sind auf Blutkonserven angewiesen. Sie sind auch unerlässlich bei Operationen oder bei der Versorgung von Unfallopfern. SWR -

Blut kann bis heute nicht künstlich hergestellt werden. Die Zusammensetzung von Blut ist zu komplex, die Aufgaben im menschlichen Körper sind sehr vielfältig.

Wer kann Blut spenden? 

Die Spender müssen mindestens 18 und dürfen höchstens 75 Jahre alt sein. Sie sollten gesund sein und mindestens 50 Kilogramm wiegen. Männer dürfen sechs Mal im Jahr Blut spenden, Frauen vier Mal. Es gibt aber eine Menge von Ausschlusskriterien. Wer im vergangenen halben Jahr in einem Malariagebiet war oder zum Beispiel an Aids leidet, darf kein Blut spenden. Ebenso sind frisch Tätowierte oder Gepiercte, Schwangere und Personen, die regelmäßig Medikamente nehmen, von der Spende ausgeschlossen. 

Im vergangenen Jahr haben etwa 3,5 Prozent der Rheinland-Pfälzer Blut gespendet, so die Zahlen des Deutschen Roten Kreuzes. Die Organisation befürchtet, dass es in Zukunft noch weniger sein werden. (Foto: SWR, SWR -)
Eine Blutspende dauert in der Regel nur zehn Minuten. SWR -

Im vergangenen Jahr haben etwa 3,5 Prozent der Rheinland-Pfälzer Blut gespendet, so die Zahlen des Deutschen Roten Kreuzes. Die Organisation befürchtet, dass es in Zukunft weniger sein werden. Dabei brauchen mehr als dreiviertel der Menschen einmal im Leben selbst eine Blutspende.

Was geschieht mit der Blutspende?

Die eigentliche Blutspende ist fast täglich in vielen verschiedenen Orten im Land möglich.

  • Entnommen wird in der Regel ein halber Liter.
  • Verwendet wird bei der weiteren Verarbeitung nicht die gesamte Spende, sondern nur einzelne Bestandteile.
  • Das gesammelte Blut wird zunächst zentrifugiert. Dadurch setzen sich die Bestandteile des Blutes ab.
  • Mit Maschinen werden sie in einzelne Beutel gepresst. Zum einen die roten Blutkörperchen, einmal das Plasma und einmal die Blutplättchen, die sogenannten Thrombozyten. Die müssen ständig in Bewegung bleiben, sonst würden sie verklumpen und wären unbrauchbar.
  • Die weißen Blutkörperchen werden herausgefiltert, sie sind wertlos.
Thrombozyten müssen ständig in Bewegung bleiben (Foto: SWR, SWR -)
Thrombozyten - Blutplättchen - müssen ständig in Bewegung bleiben, sonst würden sie verklumpen und wären unbrauchbar. SWR -

Blutplasma kann eingefroren werden und ist maximal zwei Jahre haltbar. Die roten Blutkörperchen nur sechs Wochen, die Blutplättchen sogar nur vier Tage. Die Blutkonserven werden nach Blutgruppen unterteilt aufbewahrt. 

Fazit 

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