20 Jahre Hierzuland (Foto: SWR, SWR -)

20 Jahre Hierzuland Das Straßenportrait feiert Geburtstag

Hierzuland feiert 20. Geburtstag und die Landesschau Rheinland-Pfalz feiert mit und gratuliert! Mit Filmen, Menschen und Geschichten vom Dorfleben in Rheinland-Pfalz - heute und vor 20 Jahren.

Dauer

Wie fing alles an?

Das erste Hierzuland lief am 31. August 1998. Es war ein Ortsportrait aus Rhodt unter Rietburg. Autor war damals Elmar Hartstang. Inzwischen gibt es von den knapp 3.000 Dörfern, Städten und Ortsteilen des Landes mindestens einen Film. Und nicht nur das:

Denn nach zwölf Jahren hatte die Redaktion alle Orte in Rheinland-Pfalz durch. Und die Frage war, was soll nun mit dem Format passieren? Also wurde das Konzept verändert. Seitdem wird nicht mehr ein ganzer Ort vorgestellt, sondern eine einzelne Straße. Dadurch sind die Geschichten intensiver, persönlicher und noch interessanter geworden. 

Aber wie entsteht eigentlich ein Hierzuland-Film? Das zeigt ein Blick hinter die Kulissen bei den Dreharbeiten in der Ringstraße in Holzfeld bei Boppard. Der Autor Bernd Schwab hat diesen Ort von der verantwortlichen Redaktion zugewiesen bekommen. Wen und was er vor Ort filmt, bleibt ihm überlassen.

Hierzuland-Autor Bernd Schwab (Foto: SWR, SWR -)
Hierzuland-Autor Bernd Schwab ist überzeugt: "Das Besondere an einem Hierzuland ist, dass wir eigentlich Geschichten über ganz 'normale' Menschen erzählen." SWR -

Wo finden die SWR-Autoren die Geschichten?

Erster Ansprechpartner ist oft der Ortsvorsteher oder Bürgermeister. Er kennt die Bewohner der Straße und kann gute Tipps geben. Der Redakteur sieht sich dann im Ort um und spricht mit den Menschen. Die interessantesten Geschichten verstecken sich oft im Alltag. 

Wenn die SWR-Leute in einen Ort kommen, dann haben die Leute teilweise interessante Dinge zu erzählen, aber auch Geschichten, die sie selbst gar nicht als interessant würden, weil sie zu ihrem Alltag gehören.

Das SWR-Team kommt jedoch mit dem Blick von außen und sieht, wie interessant und berichtenswert die Geschichten der Menschen vor Ort sind. Oft sind die Anwohner nach dem Dreh überrascht, weil sie nicht wussten, wie besonders sie und ihre Erzählungen sind. So auch in Holzfeld.

Dort wohnt der Fotograf Herbert Piel in der Ringstraße. Mit ihm hat Bernd Schwab eine kleine Berühmtheit aufgestöbert. Piel hat schon für große Zeitungen und Magazine fotografiert, jetzt zeigt er dem Hierzuland-Team sein Zuhause. 

Videoschnitt im Studio (Foto: SWR, SWR -)
Nachdem die Dreharbeiten in Holzfeld abgeschlossen sind, müssen im Sender in Mainz die eineinhalb Stunden Rohmaterial zu einem sechsminütigen Film zusammengeschnitten werden. Keine leichte Aufgabe für Redakteur und Cutterin.  SWR -

Was sagen Medien-Experten über das Format?

Wir haben den Kommunikationswissenschaftler Marcus Maurer von der Universität Mainz gebeten, sich das Format anzuschauen und seine professionelle Meinung zu Hierzuland zu äußern. Er ist der Meinung, dass es fast ein bisschen beruhigend sei zu sehen, dass nicht alles immer nur schlimm auf der Welt ist. "Es gibt glückliche, zufriedene Menschen und ich glaube, dass das wirklich den Menschen hilft. Und das ist der Grund, warum sie das gerne sehen", lautet sein Resumée.

Marcus Maurer, Kommunikationswissenschaftler in Mainz (Foto: SWR, SWR -)
"Ich glaube, dass es den Zuschauern ein gutes Gefühl gibt", sagt Marcus Maurer, Kommunikationswissenschaftler in Mainz über Hierzuland. SWR -

Fazit

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