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Hier geht’s nicht weiter! Für ortsfremde Autofahrer kann ein Sackgassen-Schild ganz schön frustrierend sein. Für die Menschen, die dort leben, ein Segen. In der Ulmer Rothstraße haben sich die Bewohner selbst eine Sackgasse eingerichtet und sich so ein kleines Idyll geschaffen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Eigentlich ist die Rothstraße eine ganz normale Straße. Aber vor 25 Jahren haben Anwohner mit Blumenkübeln daraus einfach ihre eigene kleine Sackgasse gebaut. Das ging nur, weil die Rothstraße hier tatsächlich eine Privatstraße ist, sie gehört den Anwohnern.

Marianne Mühlbergers Familie lebt schon seit 50 Jahren in der Rothstraße. Weg würde sie hier nicht mehr wollen: Sie genießt die Nachbarschaft, dass man im Sommer gemeinsam draußen sitzt und keine Autos stören - und das mitten in der Stadt.

Bunt gemischte Nachbarschaft

In der Rothstraße lebte schon immer ein bunt gemischtes Völkchen, Arbeiter, Studenten, Rentner, Häuslesbesitzer und Handwerker, so wie Günter Weiss. In das ehemalige Ladenlokal ist der Schreiner und Zimmermann erst vor ein paar Jahren eingezogen und hat sich eine kleine Werkstatt eingerichtet. Dass er hier gelandet ist, war eher dem Zufall zu verdanken.

In der Straße mitten in Ulm sieht es in gewisser Weise immer noch so aus wie vor dem Krieg. Die Häuser, erbaut um 1880, stehen nicht unter Denkmalschutz. Hier gibt’s noch bezahlbaren Wohnraum, was auch junge Leute anlockt, die gerne mal Party machen. Aber irgendwie kommen am Ende dann doch alle mit einander aus.

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