Mann mit Zahnspange (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)

Zahnkorrektur Zahnspangen für Erwachsene? Das geht!

Auch Erwachsene können sich mit einer Zahnspange noch die Zähne richten lassen. Dabei ist allerdings Geduld gefragt. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen aber nur in bestimmten Fällen.

Dauer

Große Zahnabstände müssen nicht mehr sein. Auch auffällige Zahnlücken lassen sich problemlos schließen. Mit Zahnspangen lassen sich nahezu alle Zahnfehlstellungen korrigieren. Denn die Fehlstellungen können verschiedene Probleme verursachen: angefangen von Schwierigkeiten mit der Mundhygiene bis hin zu erheblichen Problemen wie Nacken- und Kopfschmerzen oder Tinnitus.

Unauffällige Zahnspangen für Erwachsene

Verbreitet sind festsitzende Zahnspangen - sogenannte Brackets - die von innen oder außen auf den Zahnschmelz geklebt werden. Darin ist ein Draht eingebracht, der die Zähne in die gewünschte Stellung bringt. Bei Erwachsenen dauert das in der Regel etwas länger als bei Kindern. Meist muss man mit einer Behandlung von einem bis zwei Jahren rechnen, je nach Art der Fehlstellung kann sie aber auch bis zu vier Jahre dauern.

Immer mehr im Kommen sind die sogenannten Aligner: Das sind transparente, fast unsichtbare Schienen, die einfach auf die Zähne aufgesetzt werden. Getragen werden sie fast den ganzen Tag und die ganze Nacht. Nur zum Zähneputzen und zum Essen werden sie herausgenommen.

Was zahlen die Krankenkassen?

Modelle mit Brackets (Foto: SWR, SWR -)
Innen- und außenliegende Brackets SWR -

Wie bei der Dauer der Behandlung sind auch die Kosten sehr unterschiedlich, je nach Umfang und Zeitaufwand der Behandlung. Zudem spielen auch die unterschiedlichen Techniken und Materialien eine Rolle. Der ungefähre Kostenrahmen liegt bei Brackets zwischen 3.000 Euro und 10.000 Euro, die Aligner liegen preislich bei 5.000 bis 7.000 Euro.

Vor der Behandlung sollte man immer einen Kostenvoranschlag einholen, gegebenenfalls auch einen zweiten Kieferorthopäden aufsuchen. Der Preisunterschied kann groß sein. Die gesetzlichen Krankenkassen kommen bei Erwachsenen nur in absoluten Ausnahmefällen für die Kosten einer Zahnspange auf. Muss beispielsweise eine starke Kieferfehlstellung korrigiert werden, ist es möglich, dass die Kasse zahlt. Aber nur, wenn es sich um die einfachste Form der Spange, also die sichtbaren Brackets, handelt. Wer sich für Keramikbrackets oder völlig unsichtbare Zahnkorrekturen entscheidet, der muss alles selbst bezahlen. Eine Zuzahlung lehnen die gesetzlichen Kassen ab.

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