Badewetter Wie Schwimmer im Notfall reagieren sollten

Erschöpfung oder Krämpfe können im Wasser schnell gefährlich werden. Was aber tun, wenn kein Rettungsschwimmer in der Nähe ist? Da gilt es Ruhe zu bewahren - und einige Regeln zu beachten!

Bei den hohen Temperaturen sorgt ein Sprung in den Badesee für die ersehnte Abkühlung. Wenn sich Schwimmer allerdings zu viel zumuten, kann das zu bedrohlichen Situationen führen. Nicht immer ist Hilfe von außen möglich. Diese Tipps der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) erklären, wie sich Schwimmer im Ernstfall selbst helfen können.

Selbstrettung: Was tun bei Krämpfen?

Bleiben Schwimmer länger im Wasser, können sie durch Unterkühlung und Überanstrengung Krämpfe bekommen. Die Muskeln ziehen sich zusammen, werden unbeweglich und schmerzen. Grundsätzlich heißt es dann: Ruhe bewahren und versuchen, zum Ufer zu schwimmen.

Klappt das nicht, kann der Krampf mittels wiederholten Dehnübungen auch im Wasser gelöst werden. Die DLRG empfiehlt dazu diese Übungen:

WadenkrampfAuf den Rücken legen, Fußspitze anfassen und zum Körper hinziehen. Die freie Hand knapp oberhalb der Kniescheibe auf den Oberschenkel drücken; das streckt das Bein.
OberschenkelkrampfAuf den Rücken legen, den Unterschenkel am Fußgelenk fassen und gegen den Oberschenkel drücken.
FingerkrampfFinger abwechselnd zur Faust schließen und ruckartig strecken.
Nachbehandlung von KrämpfenNach Lösen des Krampfes das Wasser verlassen, denn oft treten Krämpfe mehrmals auf! An Land das verkrampfte Körperteil massieren oder bürsten, damit es erwärmt und gut durchblutet wird. Am gleichen Tag nicht mehr schwimmen.

Verhalten bei Erschöpfung

Bei den ersten Anzeichen einer Ermüdung heißt es für den Schwimmer: Kräfte sparen und Erholungspausen einlegen. Die DLRG betont: Das Überwasserhalten zur Überbrückung von Erschöpfungszuständen erfordert hohe Konzentration!

Ausruhen in der Rückenlage,
genannt "Toter Mann"
Im Wasser flach ausgestreckt auf den Rücken legen. Der Kopf taucht bis zu den Ohren ins Wasser; Kinn wird leicht zur Brust gezogen. Hände und Beine sorgen - mit möglichst geringem Kraftaufwand - für das Gleichgewicht im Wasser.
Kraftsparende Überlebenslage,
genannt "Bauchlage"
Bei bewegter Wasseroberfläche oder wenn Gefahr besteht, dass Wasser ins Gesicht gespült wird:

Schwimmer liegt in Bauchlage mit gegrätschten Beinen entspannt auf dem Wasser. Das Gesicht liegt im Wasser, der Schwimmer atmet langsam in das Wasser aus und hebt nur zum Luftholen den Mund kurz über die Oberfläche.
STAND