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Der Regen hat in diesem Sommer, im dritten Jahr in Folge, gefehlt. Auch in Schwäbisch Gmünd, wo Ulrike Ehrhart einen großen Garten hinter dem Haus hat. Landesschau-Gärtner Rainer Locher steht ihr mit Rat und Tat zur Seite.

Hauptproblem: Wassermangel

Im Garten von Ulrike Ehrhart stehen viele große Bäume, doch auch die leiden unter Wassermangel. „Die Tiefwurzler kriegen natürlich mehr Wasser, weil sie bis zum Grundwasser runterkommen. Flachwurzler sind da ein bisschen benachteiligt“, meint Gartenexperte Rainer Locher.

Der einzige Baum, den Ulrike Ehrhart bisher gießt, ist eine Fichte. „Aber ich weiß nie, was der für einen Wasserbedarf hat. Ich wässere ihn immer eine halbe Stunde mit dem Schlauch.“ „Den können Sie auch zwei Stunden dranlassen. Geht halt viel Wasser durch, das ist klar“, rät ihr Reiner Locher.

Was tun gegen Trockenschäden?

Rechtzeitig Gießen. Wenn es saftig grün aussehen soll, führt daran kein Weg vorbei, wenn es nicht regnet. Aber nicht nur ein bisschen, rät der Gärtner. Es könne in einem trockenen, heißen Sommer gar nicht genug Wasser sein.

Ein großer Garten mit vielen Bäumen steckt die Trockenheit besser weg. Topfpflanzen, bei denen die Erde ausgetrocknet ist, taucht man am besten in einen Eimer mit Wasser, damit sie sich richtig vollsaugen können. Die trockene Erde kann beim Gießen einfach nicht genügend Wasser aufnehmen.

Was tun gegen Mehltau?

Das kommt auf den Befall an. Wenn es nur ein Blatt ist, kann man es wegmachen und im Müll entsorgen. Auf den Kompost dürfen von Mehltau befallene Pflanzenteile wegen der Sporen nicht. Wenn zu viele Blätter befallen sind, geht das nicht mehr, denn die Blätter sind ja für die Photosynthese wichtig.

Spezielle Pflanzenschutzmittel haben eine begrenzte Wirkungszeit. Sie bauen sich in ein paar Tagen wieder ab, manche schon nach Stunden. Das heißt, dass dann der Wirkstoff weitestgehend weg ist. Nach der sogenannten Wartezeit ist ein Verzehr der Pflanzen unbedenklich.

Efeu - wie geeignet ist er im Garten?

Efeu schützt die Bäume vor zu viel Sonne. Aber er nimmt ihnen auch Wasser weg und erwürgt sie auf lange Sicht. Auf der anderen Seite dient er Insekten und Vögeln als Nahrungsquelle. Wenn der Efeu nicht überhand nimmt, ist er eine willkommene Pflanze in einem großen Garten.

Der September ist eigentlich die Zeit, sich hinzusetzen und seinen Garten einfach nur zu genießen. Wenn man es denn kann. Ulrike Erhardt sieht dann allerdings immer ein paar Stellen in ihrem großen Garten, wo sie rasch noch Hand anlegen könnte.

Der Landesschau Gartenkalender: Die richtigen Tipps für jeden Monat

Die Gartenexperten Helmut Tränkle und Rainer Locher geben Tipps, was Monat für Monat im Garten gemacht werden muss.  mehr...

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