Notwendig oder überflüssig? Welche Tier-Versicherungen braucht man?

Wenn das geliebte Haustier etwas anstellt oder zum Arzt muss, kann das für Frauchen und Herrchen teuer werden. Welche Versicherungen für Hunde und Katzen braucht man wirklich? Und auf welche kann man gut verzichten?

Braucht man eine Haftpflichtversicherung für Tiere?

Für Hundebesitzer ist eine Haftpflichtversicherung ein Muss. Denn schnell passiert etwas: Der Hund läuft in ein Fahrrad oder vor ein Auto, er wirft etwas um oder greift einen Menschen an.

Beagle (Foto: Imago, imago stock&people -)
Die Deutschen halten schätzungsweise 34 Millionen Haustiere Imago imago stock&people -

Verursacht der Hund einen Schaden, haftet man als Halter dafür - und zwar in unbegrenzter Höhe. Deswegen sollte die Versicherungssumme laut Empfehlung der Verbraucherzentrale mindestens drei Millionen Euro für Personen- und Sachschäden betragen.

In Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ist die Hundehaftpflichtversicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben. In Baden-Württemberg ist sie bislang nur für Besitzer von Kampfhunden und gefährlichen Hunden Pflicht.

Braucht man für Tiere eine Krankenversicherung?

Katze (Foto: Imago, imago/Karina Hessland -)
Tierarztrechnungen gehen ins Geld Imago imago/Karina Hessland -

Muss ein Haustier zum Tierarzt, und sei es nur für Impfungen, Wurmkuren oder bei kleineren Verletzungen, kann das schnell ins Geld gehen. Und trotzdem lohnt sich eine Krankenversicherung für Tiere in den meisten Fällen nicht.

Denn: Versichert werden nur gesunde Tiere, rassenspezifische Erkrankungen sind oft ausgeschlossen. Nicht alle Behandlungen werden bezahlt, auch Kastration und Impfungen meistens nicht. Und oft sind die Policen teuer und die Selbstbeteiligung an den Behandlungskosten hoch.

Wie sieht es bei Operationen aus?

Ein Mops liegt auf einem kalten Fliesenboden und schläft mit raushängender Zunge. (Foto: Getty Images/iStockphoto -)
Kosten im Blick behalten Getty Images/iStockphoto -

Gebrochene Knochen, gefährliche Tumoren, Herzprobleme - dank moderner Veterinär-Medizin können Tiere genauso aufwendig behandelt werden wie Menschen. Allerdings haben Operationen und Diagnostik ihren Preis.

Hier kann es sich durchaus lohnen, eine eigene OP-Versicherung für Tiere abzuschließen, die günstiger sind als die Krankenvollversicherungen. Aber auch hier sollte man das Kleingedruckte ganz genau lesen und die Bedingungen prüfen - und sich ganz genau überlegen, ob sich der Abschluss wirklich lohnt.

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