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Es ist höchste Zeit, den Garten fürs Frühjahr vorzubereiten. Laub muss zusammengeharkt, Stauden müssen zurückgeschnitten und frostempfindliche Pflanzen eingepackt werden.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

1. Den Rasen von Laub befreien

So schön die bunten Blätter auch sind, dem Rasen tun sie nicht gut. Das Laub muss regelmäßig entfernt werden, sonst modert das Gras darunter. Ideal für die Entsorgung sind Komposthaufen. Offensichtlich kranke Blätter, die Sie an deutlichen Verfärbungen, Faulstellen oder Löchern erkennen könnten, sollten allerdings nicht mit drauf. Vor allen Dingen Kastanienlaub, das von Miniermotten befallen ist, sollten Sie zu einer Kompostieranlage bringen oder über den Restmüll entsorgen. Erst durch Verbrennen sterben die Puppen der Miniermotte ab.

Herbst - Rotes Blatt auf Wiese (Foto: SWR, Katja Hemmer)
Katja Hemmer

Für die gesunden Blätter gilt: Wer keinen Komposthaufen hat, kann das Laub auch unter die Hecken kehren, oder - gut festgetreten - unter Bäumen auftürmen. Damit düngt man den Boden und schafft gleichzeitig einen Winterschutz für nützliche Tiere wie Igel. Weil es schöner aussieht, rechen die meisten Gärtner auch Beete und Rabatten frei. Das ist gar nicht nötig, denn hier richtet das Laub keinen Schaden an, sondern führt der Erde Humus zu.

2. Rückschnitt

Verpassen Sie insbesondere Ihren Rosen einen Säuberungsschnitt. Dabei wird alles Verblühte und Beschädigte abgeschnitten. Der richtige Zeitpunkt dafür ist, wenn die Rose alle Blätter abgeworfen hat und sich in den "Winterschlaf" begibt. Schneiden Sie vorher, müssen Sie auch noch vorhandene Blüten opfern, denn diese faulen unter dem Winterschutz.

Rückschnitt von Rosen (Foto: SWR, Dorothée Panse)
Dorothée Panse

Stauden können Sie zehn Zentimeter über dem Boden abschneiden, damit die Pflanzen im kommenden Frühjahr wieder richtig durchstarten können. Besonders filigrane Stängel können Sie auch stehen lassen, sie schmücken den Garten auch im Winter. Ziergräser müssen nicht zurückgeschnitten werden. Allerdings sollten Sie sie zusammenbinden, damit so wenig Feuchtigkeit wie möglich ins das Herz der Pflanze eindringt.

3. Knollen in den Boden

Einjährige Sommerblumen wandern auf den Kompost. So schaffen Sie Platz im Beet für Frühblüher wie Krokusse, Schneeglöckchen und Narzissen. Sollten Sie noch keine gepflanzt haben, wird es Zeit. Achten Sie bei den Zwiebelblumen darauf, dass Sie die Knolle mit der Triebknospe nach oben in den Boden stecken. Eine einfache Faustregel besagt, dass Zwiebeln und Knollen etwa doppelt so hoch mit Erde bedeckt sein sollen, wie sie groß sind.

In schweren Böden setzt man sie etwas flacher, in leichten Böden etwas tiefer. Eine Schicht Sand hilft gegen zu viel Nässe und beugt damit Fäulnis vor. Wer seine Knollen zudem vor Wühlmäusen schützen möchte, kann dafür spezielle Kunststoffkörbe aus dem Fachhandel verwenden.

4. Ein letztes Mal Rasen mähen

Rasen mähen nicht vergessen. Der letzte Winterschnitt darf dann aber etwas höher sein. Ideal ist eine Höhe zwischen fünf und sieben Zentimetern. Es schadet außerdem nicht, kurz vor dem Winter noch einmal zu düngen. Hierfür gibt es besonderen Herbstdünger. Der enthält weniger Stickstoff, dafür mehr Kalium. So werden die Grashalme für den Winter gestärkt, ohne gleichzeitig stärker zu wachsen.

5. Kälteschutz für Ihre Pflanzen

Rosen, Stauden sowie empfindliche Bäume und Sträucher sollten Sie einen Winterschutz gönnen. Da das Material die Pflanze und ihre Wurzeln über Wochen hinweg wärmen soll, muss es luftdurchlässig sein. Geeignet sind Materialien wie Sackleinen, Bast, Tannen- bzw. Fichtenreisig und Stroh. Auch mit gut ausgereiftem Kompost und Laub lässt sich der Wurzelbereich warmhalten.

Kübelpflanze für den Winter einpacken (Foto: SWR, Dorothée Panse)
Dorothée Panse

6. Kübelpflanzen reinholen

Wenn die Nächte langsam kälter werden, müssen vor allem die Kübelpflanzen geschützt werden. Besonders Zitrusgewächse mögen keinen Frost. Auch Hibiskus, Stechäpfel oder Fuchsien müssen früh ins Winterquartier.

Andere Kübelpflanzen haben es nicht ganz so eilig. Palmen, Oliven, Feigen, Oleander oder Granatäpfel etwa können sogar leichte Minusgrade aushalten und müssen erst ins Warme, wenn die Temperaturen nachts wirklich in den Frostbereich, also etwa unter zwei Grad minus, fallen.

7. Vitamine für den Winter

Wenn alles fertig ist, können Sie noch etwas für Ihre Vitaminzufuhr in der kalten Jahreszeit tun. Winterzwiebeln, Winterrettich, manche Spinatsorten und Wintersalate gedeihen im Spätherbst hervorragend. Beliebt ist vor allem der Feldsalat, der etwa drei bis vier Wochen zur Reife braucht und zu kräftigen Wintergerichten sehr gut schmeckt.

Rosenkohl und Grünkohl können den ganzen Winter hindurch im Garten bleiben. Feldsalat, Wintersalate und Spinat lassen sich mit Folienhauben oder Reisig vor leichteren Frösten schützen. Die abgeernteten Gemüsebeete bedecken Sie mit Laub oder Mulch. Es empfiehlt sich auch, schwere Böden umzugraben. Die großen Brocken frieren dann durch und zerfallen in feine Krümel.

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