Garten im Herbst 8 Dinge, die Profis jetzt im Garten machen

Endspurt für den Garten: Jetzt gibt es nochmal viel zu tun, vor allem, wenn man seinen Rasen aufpäppeln will. Was Sie jetzt unbedingt machen - und was Sie lieber auf nächstes Jahr verschieben sollten.

1. Rasen pflegen

So bereiten Sie Ihren Rasen gut auf den Winter vor: Belüften Sie Ihren Rasen, damit er wieder Nährstoffe aufnehmen kann und von Filz und Moos befreit wird. Das geht am besten mit einem Vertikutierer. Das Gerät gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Kahle Stellen im Gras sollten Sie mit einer speziellen Nachsaatmischung wieder begrünen, bevor Unkräuter übernehmen. Achten Sie darauf, dass der Rasensamen bis zu einer Bodentemperatur von zehn Grad verwendbar ist. So keimen die Samen selbst bei schlechten Witterungsbedingungen. Führen Sie Nährstoffe zu. Ein spezieller Herbstrasendünger mit einer extra Portion Kali hilft, dass sich Rasenpflanzen gegen Moos und Unkraut dauerhaft durchsetzen. [mehr Infos zur Rasenpflege im Herbst]

2. Herbstliches Blütenwunder anlegen

Der Herbst ist die Zeit der Herbstanemonen. Die beste Pflanzzeit ist Ende September oder Anfang Oktober, wenn der Boden noch warm ist und neue Wurzeln gebildet werden können. Bei späterer Pflanzung im Herbst empfiehlt es sich, im ersten und zweiten Winter durch eine Abdeckung mit Fichtenreisig einen Wurzelschutz zu geben. Aber Achtung: Pflanzen Sie die Herbstanemonen nicht zu spät im Jahr – ansonsten ist es besser, bis Anfang April zu warten! [mehr Infos zu Herbstanemonen]

3. Vertrocknete Blüten nicht abschneiden

Auch wenn sie nicht mehr ganz so schön aussehen: Sonnenblumen bieten jetzt und in den nächsten Wochen Nahrung für Tiere. Deshalb lieber stehen lassen, als abschneiden. Aber es gibt auch vertrocknete Blüten, die nochmal richtig schön aussehen: Die der Hortensien zum Beispiel, vor allem, wenn sich erster Raureif über die Blüten legt. Den Rückschnitt können Sie dann immer noch Anfang des Frühjahrs ausführen.

4. Nicht mehr Düngen

Ende September, Anfang Oktober sollten Sie mit dem Düngen aufhören. Sonst wachsen Pflanzen bis weit in den Winter hinein, anstatt das Wachstum herunterzufahren. Neue, jung ausgebildete Triebe sind sehr frostgefährdet.

5. Gießen nicht vergessen

Rhododendron, Kirschlorbeer, oder auch der Rasen - alles was jetzt und die nächsten Monate noch grünt, sollten Sie mit Wasser versorgen. Vor allem, wenn wie in diesem Jahr sehr wenig Niederschläge für eine natürliche Bewässerung sorgen.

6. Nicht alles aufräumen

Blätter sollten vom Rasen runter, damit er den Winter gut übersteht. Aber bitte nicht gleich entsorgen, sondern - wenn Sie Platz haben - auf einen Haufen in eine ruhige Ecke im Garten rechen. So bietet der Haufen vielen Kleinstlebewesen einen Unterschlupf. Wenn Sie außer Blätter auch noch Totholz und Reisig mit aufhäufen, haben Sie für Igel ein perfektes Winterquartier geschaffen.

7. Frostempfindliche Pflanzen einkuscheln

Viele Stauden und Pflanzen wie Rosmarin oder Feigen können zwar ein paar Grad unter Null aushalten, haben aber Probleme mit längeren Frostperioden. Gefährdete Pflanzen können Sie im späten Herbst mit einem speziellen Flies einpacken, oder mit Reisig abdecken und so schützen. Vergessen Sie nicht, vor den ersten Nachtfrösten Ihre Topfpflanzen ins Haus zu holen und zu überwintern.

8. Das Allerwichtigste zum Schluss: den Garten nochmal genießen

Wie? Ganz einfach: mit einer heißen Tasse Tee und einem Buch in die Lieblingsecke setzen und die letzten warmen Sonnenstrahlen einfangen. Vielleicht haben Sie ja auch nochmal Lust, den Grill anzufeuern? [Die besten Grill-Rezepte des Sommers]

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