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Wer vorsichtig fährt und bereit ist, Fahrdaten und Fahrstil überwachen zu lassen, wird bei der Kfz-Versicherung mit niedrigeren Prämien belohnt. Doch das System der Überwachung hat seine Tücken.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Wie funktioniert Telematik im Auto?

Bei Telematik-Tarifen wird der individuelle Fahrstil berücksichtigt: Je umsichtiger man fährt, desto höher am Ende der Bonus auf den Tarif. Über einen Sensor und eine App wird jede Fahrt erfasst, die Daten werden übermittelt, ausgewertet und ein bestimmter Punktewert ermittelt, der sogenannte Score. Je höher der Score, desto höher der Bonus für den Fahrer.

Um den Fahrstil zu ermitteln, fließen Daten. Und das nicht zu knapp, wie Datenschützer kritisieren. Außerdem würden die Versicherer nicht transparent machen, wie der Score eines Fahrers ermittelt wird.

Für wen kann sich sich der Telematik-Tarif lohnen?

Vor allem junge, noch unerfahrene Fahrer mit wenigen Schadensfreiheitsjahren zahlen hohe Versicherungsprämien. Für sie können Telematik-Tarife attraktiv sein. Mit angepasstem Fahrverhalten können sie sich über das Bonussystem bis zu 30 Prozent der Versicherungsprämie zurückholen.

Wie sicher sind die Daten bei Telematik?

Über eine Handy-App kann der Fahrer sein Fahrverhalten detailliert überprüfen. Die Fahrdaten werden ohne Namen von externen Dienstleistern ausgewertet. Die Versicherungen erhalten nur den ermittelten Score, also den Fahrwert und berechnen den Bonus. Datenschützer fürchten aber, dass Versicherungen diesen Wert irgendwann auch anders interpretieren könnten.

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