Amazon Echo steht auf gedecktem Tisch (Foto: imago -)

Amazon Echo, Google Home & Co. 7 Dinge, die Sie über Sprachassistenten wissen müssen

Sie sind schlau, klein und bereits ab ein paar Euro zu haben. Sprachassistenten erobern unser Zuhause. Sieben Dinge, die Sie über die neuen und neugierigen Alltagshelfer wissen müssen.

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1. Was man mit Sprachassistenten alles machen kann

Musik hören, E-Mails schreiben, Kaffeemaschine starten, Beleuchtung an- und ausschalten, Raumtemperatur regulieren, Online einkaufen, Nachrichten hören, sogar Witze können manche Sprachassistenten erzählen - wenn auch nicht besonders originell. Auch Alltags- und Wissensfragen beantworten die Geräte.

Wichtig: Da die Intelligenz nicht im Gehäuse selbst, sondern auf Webservern liegt, werden die Sprachassistenten durch Updates neue Funktionen bekommen, bzw. "schlauer" werden.

2. Welche Geräte es auf dem Markt gibt und welches zu Ihnen passt

Der günstigste Sprachassistent für unter 50 Euro ist der Amazon Echo Dot, die teuerste Variante hat Apple im Angebot. Für 350 Euro kann man den "HomePod" kaufen. Tests loben die gute Klangeigenschaft, kritisieren aber einen dümmlichen Sprachassistenten, der vergleichsweise wenig Fragen verstehen und richtig beantworten kann.

Grundsätzlich ist beim Erwerb eines Sprachassistenten neben dem Preis immer mit kaufentscheidend, welchen "Gerätepark" Sie zu Hause haben. Nutzen Sie bereits mehrere Apple-Geräte und sind bereit, für guten Klang viel Geld auszugeben, empfiehlt sich der HomePod, da er sich am sinnvollsten mit ihrer vorhanden Technik nutzen lässt. Amazon bietet eine breites Spektrum an Sprachassistenten an, die unterschiedliche Stärken haben. Hier gilt, wer eh viel bei Amazon einkauft und z.B. schon "Prime Music" nutzt, liegt mit einem der Echogeräte nicht verkehrt. Und dann gibt es ja noch Google Home, das vor allem dann interessant ist, wenn man viele Funktionen seines Google-Kontos nutzt.

3. Was mit den Daten passiert

Daten von Smartphones, Fitnesstrackern und auch Sprachassistenten werden wirtschaftlich verwertet. Dabei werden vor allem unsere Interessen, unser Lebensstand und unser Konsumverhalten ausgewertet, um uns z.B. mit personalisierter Werbung zu erreichen. Versicherungen interessieren sich derzeit für Daten von Fitness-Trackern und Smartwatches, also für Bewegungsprofile und Herzfrequenzen.

4. Mit welchen Daten Sie vorsichtig umgehen sollten

Der Beauftrage für den Datenschutz Baden-Württemberg, Stefan Brink, erläuterte gegenüber dem SWR, dass es schwer ist, die Kontrolle über seine Daten zu behalten. Den Datenzugriff der Apps, egal ob auf dem Smartphone oder dem Sprachassistenten, kann man zwar eindämmen, aber man kann nicht verhindern, dass private Daten gespeichert und benutzt werden. Besondere Vorsicht rät Brink in Bezug auf sensible Daten. Das sind Daten über den Gesundheitszustand, über den räumlichen Bereich - also wann ich zu Hause bin und wann nicht - und Kontaktinformationen.

5. Wovor nicht nur Datenschützer Angst haben

China hat damit begonnen, Daten seiner Bürger zu sammeln, um damit ihr Sozialverhalten zu bestrafen oder zu belohnen. In der ostchinesischen Stadt Rongcheng werden Bürger mit einem sogenannten "Sozialkredit-Ranking" bewertet. Derzeit werden Verkehrsvergehen, Kreditverhalten und Arbeitsmoral erfasst. Wer schlecht abschneidet, wird mit Reisebeschränkungen, höheren Steuern und negativen Auswirkungen im Job bestraft. Bis ins Jahr 2020 soll das System umfassend ausgebaut werden.

Mit den Daten von Sprachassistenten und Smartphones können in ein Sozialkredit-Ranking weitere Kriterien wie Meinungsäußerungen zu Hause oder auch Surfverhalten mit einfließen - zumindest theoretisch. Und das überall - nicht nur in China.

6. Wie Sie SWR Aktuell auf Amazon Echo hören können

Mit Amazons Sprachassistenten können Sie die Nachrichten von SWR Aktuell ab sofort per Sprachkommando starten. Dazu sagen Sie Ihrem Gerät "Alexa, aktiviere SWR Aktuell Nachrichten". Oder Sie suchen in der Amazon Echo Begleit-App nach SWR Aktuell. Dort aktivieren Sie dann die SWR Aktuell Nachrichten. Dann müssen Sie Amazon Echo nur noch sagen: "Alexa, was ist meine tägliche Zusammenfassung!".

7. Welche kuriosen Dinge mit Sprachassistenten schon passiert sind

Laute Musik, aber keiner zu Hause: Amazons "Alexa" feierte eine eigene Party. In Pinneberg bei Hamburg löste der Sprachassistent einen Polizeieinsatz aus. Die Beamten ließen die Wohnung von einem Schlüsseldienst öffnen und stellten den Lautsprecher ab. Wie Echo ausgelöst wurde, blieb ungeklärt.

"Alexa, bestell Polly einen Cracker!": In Großbritannien hat ein Papagei über Amazons Sprachassistenten eingekauft. Der Vogel überlistete Alexa, indem er die Stimme seiner Besitzerin nachahmte.

Freche Sprüche aus dem Fernsehen: Einer der Charaktere der US-Zeichentrickserie "South Park" aktivierte einen Amazon Echo-Lautsprecher und gab der Spracherkennung Alexa jede Menge irrwitzige und teilweise obszöne Anweisungen. Viele Zuschauer berichteten später über die sozialen Netzwerke, dass ihr eigenes Gerät daraufhin aktiviert wurde und die nicht jugendfreien Sprüche wiederholten.

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