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Akkus sind millionenfach in Smartphones, elektrischen Zahnbürsten oder E-Bikes verbaut. Mit der Verbreitung steigen auch die Zahl der Akku-Brände. Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Wie kommt es zum Akku-Brand?

Lithium-Ionen-Akkus haben eine hohe Energiedichte. Deshalb sind sie besonders geeignet für leistungsstarke Geräte wie E-Bikes, Notebooks oder auch für selbstfahrende Rasenmäher. Die hohe Energiedichte hat jedoch eine Schattenseite, und das ist die zwar statistisch geringe, aber eben doch vorhandene Brand- und Explosionsgefahr, wenn im Akku die Dinge außer Kontrolle geraten.

Besonders gefährlich sind:

  • Mechanische Beschädigung: Wenn es zu einem inneren Kurzschluss kommt, beispielsweise durch Unfälle oder Erschütterungen.
  • Elektrische Belastung durch Überladung oder elektrische Abnutzungsschäden.
  • Thermische Belastung: Beispielsweise durch starke Sonneneinstrahlung, defekte oder verstopfte Lüfter oder ein Brand in der Umgebung.

Wie groß ist das Risiko?

Man muss sagen: Das Risiko, dass ein Akku Feuer fängt, ist insgesamt gering, kleiner als eins zu einer Million. Aber dadurch, dass es inzwischen viele Millionen Lithium-Ionen-Akkus gibt, kommt es eben immer mal wieder vor.

Wie kann man Akku-Brände vermeiden?

Es gibt ein paar Vorsichtsmaßnahmen, mit denen sich das Risiko verringern lässt. Dazu gehört, Akkus immer mit den Geräten laden, die dafür vorgesehen sind. Und zwar bei Temperaturen zwischen 10 und 30 Grad Celsius. Ist es zu kalt oder zu warm, erhöht sich die Kurzschluss-Gefahr. Wenn Lithium-Ionen-Akkus länger nicht genutzt werden, also etwa beim E-Bike in der Winterpause, sollten Sie den Akku vom Gerät entfernen, einigermaßen kühl lagern und zwar am besten halbvoll geladen.

Ist der Akku zu leer, besteht bei längerer Lagerung die Gefahr einer Tiefentladung. Auch das erhöht beim Wiederaufladen die Brandgefahr. Wird der Akku aus einer kalten Garage geholt, wärmt man ihn am besten bei Zimmertemperatur auf, bevor man ihn lädt.

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