Zahngesundheit 5 Zahnkiller, die Sie noch nicht kennen

Dass Zucker nicht gut für die Zähne ist und man selbige regelmäßig putzen sollte, ist den meisten Menschen klar. Aber wussten Sie schon, dass man auch vom Küssen Karies bekommen kann? Wir verraten Ihnen fünf Zahnkiller, die die wenigsten kennen.

Frau beim Zähne putzen (Foto: © Colourbox.com -)
Auch gegen schmerzempfindliche Zähne gibt es Wunderwaffen aus der Welt der Winzlinge. Mini-Partikel aus Calciumphosphat reagieren mit dem Speichel und bilden einen zahnschmelzähnlichen Schutzfilm. Laut einer EU-Verordnung sollen ab 2012 zumindest Kosmetikartikel, die Nano-Partikel enthalten, gekennzeichnet sein. Bei allen anderen Produkten hilft nur: Beim Hersteller nachfragen, was drin ist und bei allzu großen Werbeversprechen stutzig werden. © Colourbox.com -

1. Stärke

Zucker schadet den Zähnen deshalb, weil Bakterien ihn in Säure umwandeln, die den Zahnschmelz angreifen – das ist bekannt. Es sind allerdings nicht nur Süßigkeiten, die diese Wirkung haben, sondern auch Stärke aus Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Die besteht aus Mehrfachzucker, für deren Spaltung die Bakterien zwar länger brauchen – die Wirkung ist jedoch ähnlich.

2. Kohlensäure

Stellenweise wird davor gewarnt, dass kohlensäurehaltige Getränke schlecht für die Zähne sind. Säuren fressen den Zahnschmelz an und entmineralisieren ihn. Dadurch kann Karies entstehen. Diese Gefahr besteht wohl vor allem bei Kindern und Jugendlichen – Experten sind sich darüber allerdings keineswegs einig. Auf der anderen Seite hilft Mineralwasser nämlich dabei, den Mund durchzuspülen und Speisereste zu entfernen, die sonst zu Karies führen könnten.

3. Obst

Auf jeden Fall schädlich für die Zähne sind die Säuren in Früchten: Vor allem sehr säurehaltiges Obst wie Zitronen, Himbeeren und Kiwis greift die Zähne an. Ganz schlecht: Direkt nach dem Verzehr von Obst die Zähne putzen, denn der aufgeweichte Zahnschmelz wird dadurch heruntergerieben. Die Zähne werden dann empfindlich und besonders angreifbar für Kariesbakterien.

4. Zähne putzen

Überhaupt kann man seinen Zähnen mit falschem Zähneputzen mehr schaden als helfen. Nach dem Verzehr von säurehaltigen Speisen oder Getränken raten Experten, zwischen 15 und 30 Minuten vergehen zu lassen, bevor man die Zähne putzt. Die falsche Technik beim Zähneputzen kann zu Verletzungen am Zahnfleisch führen. Dank der kreisenden Bewegungen werden Beläge und Bakterien unter dessen Rand geschoben – stattdessen sollte man fegende und rüttelnde Bewegungen machen. Wenn die Zahnbürste zu hart ist und zu viel Druck ausgeübt wird, kann das die Zähne sogar schädigen und tiefe Rillen in den Zahnschmelz graben.

5. Küssen

So unromantisch es ist: Durch Küsse können Bakterien für Karies und Parodontitis, eine Entzündung des Zahnhalteapparats, übertragen werden. Auch wenn Zahnbürsten oder Besteck gemeinsam genutzt werden, kann das passieren. Belegt ist auch, dass Eltern, die den Schnuller ihres Kindes in den Mund nehmen, Bakterien an den Nachwuchs übertragen können. Was bleibt, ist aber: Die Bakterien ernähren sich von Speiserückständen und greifen so den Zahnschmelz an. Mit der richtigen Mundhygiene sind also auch die Verliebten auf der sicheren Seite.

STAND