Was ist der Unterschied zwischen MRT, CT und PET?

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Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Was ist eine MRT? Was ist eine CT bzw. eine Computertomografie? Und was eine PET? Was unterscheidet die Verfahren und was kann man durch sie erkennen?

Was ist eine MRT?

MRT steht für Magnetresonanztomografie. Eine MRT hilft zum Beispiel Krebsmedizinern – weil sie Organe wie die Leber oder das Gehirn gut darstellt. Das Prinzip: Der Patient liegt in einem starken Magnetfeld. Radiowellen werden gesendet, der Wasserstoff im Körper reagiert darauf. Das Gerät zeigt diese Reaktion im Schichtbild. Eine MRT arbeitet also ohne Röntgenstrahlung und ist laut. Die Patienten bekommen Kopfhörer und geben ein Signal, wenn sie in der engen Röhre Angst bekommen.

Wegen des Magnetfeldes müssen Patienten alles Magnetische ablegen. Und sie müssen angeben, ob sie eine künstliche Hüfte oder einen Herzschrittmacher haben. Bei Tätowierungen kann eine MRT Verbrennungen auslösen – je nach verwendeter Farbe.

Was ist eine CT?

CT steht für Computertomografie. Sie ist eine Röntgenuntersuchung. Eine Röntgenquelle rotiert um den Patienten und liefert dreidimensionale Bilder. Das Gerät ist leiser als bei einer MRT, die Röhre kürzer – angenehmer für Patienten mit Klaustrophobie. Die Untersuchung kostet weniger und ist schnell. Bei einer CT ist die Strahlenbelastung höher als bei einer normalen Röntgenaufnahme.

Eingesetzt wird eine CT in der Krebsmedizin, der Neurologie, beispielsweise bei einem Schlaganfall und bei der gesamten Notfallmedizin, um nach Verletzungen und Blutungen zu schauen.

Was ist ein PET?

PET steht für Positronenemmissionstomografie. Patienten bekommen vor der Untersuchung eine schwach radioaktive Substanz. Die strahlt – deshalb die Ummantelung der Spritze mit Blei und Edelstahl. Mitarbeiter der Nuklearmedizin tragen Geräte zur Strahlenmessung – die werden ständig kontrolliert. Eine PET macht sichtbar, wie aktiv ein Gewebe ist.

Ärzte können dann zum Beispiel einen Tumor erkennen. Denn der hat einen schnellen Stoffwechselumsatz. Die PET ist präzise, zeigt Veränderungen im Millimeterbereich. Sie ist die aufwändigste und teuerste der drei Untersuchungen.

Jedes Verfahren hat Vorteile, aber auch Nachteile. Welche Untersuchungsmethode bei einem Patienten zum Einsatz kommt, müssen die Ärzte entscheiden.

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