Zwei junge Frauen probieren verspiegelte Sonnenbrillen an (Foto: Imago, imago images / Westend61)

UV-Schutz und Tönung Das müssen Sie beim Kauf einer Sonnenbrille wissen

Sie sind nicht nur ein schickes Accessoire, Sonnenbrillen schützen unsere Augen vor schädlicher UV-Strahlung. Darauf sollten Sie beim Kauf achten.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

UV-Schutz

UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) ist unsichtbar für das menschliche Auge, schädigt aber die Binde- und Hornhaut. Je höher und intensiver die UV-Bestrahlung ist, desto wichtiger ist es, seine Augen zu schützen. Ganz besonders bei allen hell reflektierenden Umgebungen wie helle Sandstränden, Wasser oder Schnee.

Mit bloßen Augen ist der vorhandene UV-Schutz in Brillengläsern nicht zu erkennen. Die Bezeichnung "UV 400" gibt an, dass Licht mit einer Wellenlänge kürzer als 400 Nanometer herausgefiltert wird. Darunter fallen UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Beim Optiker kann man eine Brille auch auf ihren UV-Schutz prüfen lassen.

CE-Kennzeichen

Neben einem garantierten UV-Schutz ist eine CE-Kennzeichnung wichtig. Das CE-Kennzeichen zeigt an, dass die europäischen Richtlinien und damit ein gewisser Qualitätsstandard eingehalten wird. Alle Sonnenbrillen, die in der Europäischen Union verkauft werden, müssen das CE-Kennzeichen tragen, es befindet sich an der Innenseite der Bügel.

Welche Rolle spielt die Tönung?

Am häufigsten werden UV-Schutz und Tönung miteinander verwechselt. Der UV-Schutz ist zuständig für das Reduzieren oder gar Löschen von UV-Strahlen im Auge, die Tönung für den Blendschutz.
Es gibt fünf verschiedene Blendschutz-Kategorien:

  • Kategorie 0: 80 bis 100 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Diese Brillen haben einen sehr hellen Filter und sind für abends geeignet.
  • Kategorie 1: 43 bis 80 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Die Filter sind heller bis mittel und gut für bedeckte Tage und die Stadt geeignet.
  • Kategorie 2: 18 bis 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Der dunkle Universalfilter ist besonders geeignet für den Sommer. Er bietet einen optimalen Blendschutz für unsere Breitengrade.
  • Kategorie 3: 8 bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Diese Brillen verfügen über einen sehr dunklen Filter und sind für südliche Gebiete, helle Wasserflächen, Strand und die Berge geeignet.
  • Kategorie 4: 3 bis 8 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Brillen dieser Kategorie verfügen über einen extrem dunklen Filter. Sie sind geeignet für Hochgebirge oder Gletscher, für den Straßenverkehr sind sie zu dunkel.

Unter den verschiedenen Tönungsfarben sind Braun, Grau und Graugrün am Verbreitetsten. Bei diesen Farben ist die Verfälschung der natürlichen Farben am geringsten. Bei Modefarben und auch mit Verspiegelungen darauf achten, dass die Brillen auch für den Straßenverkehr tauglich sind. Am Besten beim Kauf nachfragen.

Die Form

Sonnenbrillen sind meist sehr groß und das hat seinen Grund: Sind die Gläser zu klein, können Sonnenstrahlen von oben oder seitlich ins Auge gelangen. Breite Bügel schützen zusätzlich an der Seite vor ungefiltertem Lichteinfall.

Beim Autofahren sollten die Fassung und die Bügel allerdings besser schmal sein, um das Gesichtsfeld nicht einzuschränken.

Fazit: Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten. Ein Augenoptiker hilft nicht nur die optimale Fassung zu finden, er berät auch bei Tönung und kann im Detail über die Qualität der einzelnen Gläser Auskunft geben.

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