Zucker, beten und Familie So feiern Muslime das Ende des Fastenmonats Ramadan

Wenn die Sonne untergeht, dann ist in diesem Monat ganz schön was los in den türkisch-arabischen Restaurants. Grund ist der heilige Fastenmonat Ramadan, der am Dienstag endet.

Dauer

Das müssen Sie über Ramadan und das Zuckerfest wissen:

  • Der Fastenmonat Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders. Er ist für Muslime heilig, weil in diesem Monat dem Propheten Mohammed erstmals Teile des Korans offenbart worden sein sollen. Der Ramadan beginnt, wenn nach Neumond die erste, schmale Sichel am Himmel zu erkennen ist. In diesem Jahr begann er am 6. Mai und endet am 4. Juni.
  • Während des Ramadan dürfen Muslime nur nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang essen, trinken oder rauchen. Sie sollen auch während des Fastenmonats nicht lügen, streiten oder schimpfen. Von der Fastenpflicht sind Reisende, Kinder, Altersschwache, Kranke und Schwangere befreit.
  • Das "Eid al-Fitr", wie das Ramadanfest oder Zuckerfest auf Arabisch genannt wird, beendet den Fastenmonat und dauert drei Tage. Es ist für Muslime so wichtig wie Weihnachten für Christen: Festessen und Familienbesuche gehören in diesen Tagen dazu.
  • Die wichtigste religiöse Pflicht am Morgen nach dem Fastenbrechen ist das Festgebet. Die Gläubigen treffen sich festlich gekleidet in der Moschee.
  • Man macht sich gegenseitig Geschenke und spendet für wohltätige Zwecke. Diese Spenden sind ein wichtiger Aspekt im Islam.
  • Der erste Feiertag ist Familientag. In Islamischen Ländern sind an den Feiertagen die Schulen, Universitäten, Behörden und Banken geschlossen. In Baden-Württemberg werden islamische Kinder am ersten Tag des Ramadanfestes beurlaubt.
  • Nach dem Gebet wünschen sich die Gläubigen "Eid Mubarak" - ein gesegnetes Fest. Der türkische Festgruß lautet: "Bayram mübarek olsun" - "Ich wünsche Dir ein gesegnetes Fest".
Süßigkeitenverkauf in Damaskus (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Ammar Safarjalani/XinHua/dpa)
Süßigkeitenverkauf im Ramadan 2019 in Damaskus, Syrien. picture alliance/Ammar Safarjalani/XinHua/dpa
STAND