Siebenschläfer, Fuchs und Co. Nicht kuscheln oder mitnehmen!

Sie finden einen Siebenschläfer, eine Fledermaus oder werden von einer Nilgans bedrängt und wissen nicht, was tun? Wichtig: Erst mal Abstand halten. Den Rest erfahren Sie hier.

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Siebenschläfer auf einer Leiter (Foto: imago/Nature Picture Library -)
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Wildtiere müssen wild bleiben. Grundsätzlich darf man sie nicht mitnehmen, auch nicht wenn sie verletzt oder scheinbar verwaist sind - das schreibt das Naturschutz- und Jagdrecht vor. In wenigen Ausnahmefällen kann dies aber dennoch nötig sein. Wenn Sie ein Wildtier findet, das krank, schwach oder verletzt ist, können Sie einen Experten kontaktieren. Das kann die örtliche Polizei, das Forstamt oder die Naturschutzbehörde sein. Bei unterernährten Igeln im Spätherbst wenden Sie sich bitte an die Igelstation in Ihrer Nähe.

Hier die wichtigsten Verhaltensregeln:

  1. Abstand halten: Berühren Sie keine Wildtiere, auch nicht, wenn Sie das Gefühl haben, das Tier braucht Hilfe. Wenn Sie sich nähern, verursacht das bei dem Wildtier einen großen Stress.
  2. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie einen Experten der Polizei, der Naturschutzbehörde oder des Forstamtes und schildern Sie die Situation. Falls eine Bergung notwendig sein sollte, überlassen Sie diese den Experten, um dem Tier so wenig Leid wie möglich zuzufügen.
  3. Belassen Sie (vermeintlich) verwaiste Jungtiere unbedingt vor Ort. Vermutlich ist die Mutter auf Nahrungssuche und kommt bald zurück.
  4. Locken Sie keine Wildtiere in Ihrer Wohnumgebung an, das heißt: Verschließen Sie den Kompost und die Mülltonne, machen sie den Dachboden unerreichbar und füttern Sie Ihr Haustier im Haus. Die Schuhe sollten Sie nicht draußen lagern und den Gartenschuppen gut verschließen. Denn wenn Sie das alles nicht tun, ist das wie eine Einladung für die Tiere.
  5. Bleiben Sie bei einem Waldspaziergang auf dem Weg, sprechen Sie laut und klatschen Sie vielleicht sogar mal in die Hände. So machen Sie sich bei den Wildtieren bemerkbar und diese können gegebenenfalls flüchten.
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